Verband Deutscher Grundstücksnutzer

„Strom ist unser Antrieb“

Firmenübergabe mit Zugewinn: Neuer Chef erweitert Angebot für Eigentümer und Nutzer

Hans-Dieter Pensold, 57 Jahre, will mit seiner Elektrofirma verstärkt für Hauseigentümer, Datschennutzer und Kleingärtner da sein

Mit seinen 57 Jahren hatte Hans-Dieter Pensold noch einmal Lust auf Veränderung. Im Mai übernahm der gelernte Elektroniker die Leitung des Traditionsunternehmens von Elektromeister Michael Ludeck. Installierte Pensold früher vor allem Antennen-, Satelliten- und Alarmanlagen, so hat sich das Leistungsspektrum jetzt deutlich erweitert. Pensold übernahm alle drei langjährig für Ludeck tätigen Monteure, darunter einen mit Meisterbrief, und er brachte seinen Mitarbeiter mit.

Der 1974 gegründete Elektro-Fachbetrieb „Elektro-Ludeck” ist seit 2007 Mitglied des VDGN-Unternehmenspools. Das soll auch so bleiben, entschied Pensold schon bei der Firmenübergabe. Schließlich möchte er künftig verstärkt die Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern ansprechen, genauso Wohnungseigentümer, Datschennutzer oder Kleingärtner. „Auch wenn nur die Sicherung gewechselt werden muß oder kleinere Reparaturen anstehen, sind wir selbstverständlich für unsere Kunden da, besonders  im Südosten Berlins, aber auch weit darüber hinaus“, stellt der Firmenchef fest. Mieter einer Dachwohnung baten ihn kürzlich bei der ersten Hitzewelle dieses Sommers dringend um Installation einer Klimaanlage. Dafür stellte Pensold weniger dringliche Aufträge zurück. Denn die immensen Temperaturen drohten dem Baby des jungen Paares gesundheitlich zu schaden. Das alteingesessene Unternehmen mitten im Siedlungsgebiet  Berlin-Mahlsdorf versteht sich als Dienstleister, egal, wie groß der Auftrag ist.

Für Berliner Hausverwaltungen übernimmt Elektro-Ludeck seit langer Zeit sämtliche Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an Elektroanlagen rund ums Jahr. Solche Großaufträge sind für die stabile Firmenexistenz unverzichtbar. So investiert der frischgebackene Firmenchef momentan auch viel Zeit, um die komplizierten Arbeitsabläufe, die mit Hilfe einer speziellen Software organisiert werden, zu überblicken und reibungslos zu gestalten.

„Die Verantwortung und der fachliche Anspruch sind enorm gewachsen. Nicht zuletzt  haben meine Mitarbeiter Familie, sollen sie ihren Lohn pünktlich auf dem Konto haben“, stellt er fest. Jeder in der Firma, Chef eingeschlossen, bildet sich momentan weiter. Je vielfältiger die angebotenen Leistungen sind, umso vielseitiger müssen auch die Fachkräfte einsetzbar sein, betont Pensold.

Künftige Hauseigentümer will er besser erreichen, bietet ein „Rundum-sorglos-Paket für Bauherren“ an. Damit will er sie überzeugen, sich schon frühzeitig  Gedanken um die Hauselektrik und -elektronik zu machen. Sie sollen ihre Vorstellungen mit einem Fachmann besprechen, der daraus ein E-Konzept erarbeitet  – bevor das Haus steht! „Wer stemmt schon nach kurzer Zeit die Wände gern auf, wenn er merkt, daß die Steckdosen knapp oder an der falschen Stelle sind“, warnt der erfahrene Fachmann, der so etwas häufiger erlebt. Es sei also vorab zu bedenken, wo und wie viele Elektroanschlüsse für Küchen- und Haushaltsgeräte vorgehalten werden müssen und was perspektivisch noch dazu kommen könnte. Konfrontiert er Kunden damit, daß allein in der Küche 20 Steckdosen nötig seien, sind manche regelrecht geschockt. Doch so übertrieben ist das nicht, sagt Pensold.

Die Beleuchtung der Räume und des Außenbereichs, Anschluß für Rasenmäher und vielleicht den Elektrogrill, Klingeln, eine „automatische“ Beschattung im Sommer mit Hilfe intelligenter Anlagen, Klimatisierung, Alarm-, Schließ- oder Videoanlage, ein zusätzlicher äußerer Blitzschutz – all das will rechtzeitig bedacht und entschieden sein. Bedarf und Kosten können so realistisch eingeschätzt werden.

Auch die Frage, soll das System draht- oder funkgebunden gesteuert werden, muß der Bauherr entscheiden. Alles über Funk zu regeln, sei nicht jedermanns Sache. Hans-Dieter Pensold ist überzeugt, daß die klassische Netzwerkverkabelung auch in Zukunft gebraucht wird. So könne der Stecker gezogen werden, wenn nötig.

Für ihn selbst gilt jedoch bei der Arbeit das Firmenmotto „Strom ist unser Antrieb“. Der Arbeitstag ist sehr lang, seit er die Firmengeschicke in seine Hände nahm.  Sein knapper Kommentar: „Das muß jetzt einfach sein.“                                   

Kerstin Große

 

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