Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Pieks mit Wirkung

Masern: Sicherheit gibt nur eine Impfung

Foto: Rainer Große

Die hochansteckende Krankheit Masern ist aktuell gerade wieder in den Schlagzeilen. Deshalb rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Impfcheck, denn nur eine Impfung kann wirklich schützen. Mit rund 1000 gemeldeten Erkrankungen bereits in diesem Jahr breiten sich die Masern in Deutschland wieder deutlich aus. Eine Maserninfektion ist keine harmlose Kinderkrankheit – bei etwa jedem zehnten Betroffenen treten Komplikationen auf. In Deutschland ist zwar die Häufigkeit von Masernerkrankungen durch Impfungen stark zurückgegangen. Trotzdem kommt es gerade aktuell wieder zu Häufungen von Krankheitsfällen, da noch nicht genügend Personen geimpft sind, um die Masern in Deutschland „auszurotten“.  „Um Masernausbrüche in Zukunft zu verhindern, ist es wichtig, die heute schon recht guten Impfquoten bei Kindern weiter zu steigern und auf konstant hohem Niveau zu halten. Entscheidend ist aber auch, Impflücken bei Jugendlichen und Erwachsenen zu schließen“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Deshalb sollten nach 1970 Geborene ihren Impfschutz gegen die hoch ansteckenden Masern überprüfen.“

Jeder, der über keinen ausreichenden Schutz durch eine vollständige Impfung oder eine durchgemachte Maserninfektion verfügt, kann an Masern erkranken. Besonders gefährdet sind Säuglinge, die zu jung sind für eine Impfung, und immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene, bei denen eine Impfung in der Kindheit versäumt wurde. Immungeschwächte Personen, die selbst nicht gegen Masern geimpft werden können, haben zudem ein höheres Risiko, bei einer Masernerkrankung Komplikationen zu entwickeln.

Masernviren werden ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen. Nahezu jeder Kontakt zwischen einer ungeschützten Person und einem Erkrankten führt zu einer Ansteckung – selbst aus einigen Metern Entfernung. Beim Husten, Niesen oder Sprechen können sich die Erreger in kleinen Speichel-Tröpfchen über die Luft weiter verbreiten und eingeatmet werden.

Für Kinder sind zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln zwischen dem vollendeten 11. und 23. Lebensmonat empfohlen. Die Impfung ist bereits ab dem Alter von 9. Monaten möglich – beispielsweise beim Besuch einer KiTa. Jugendliche mit unvollständigem Impfschutz sollten fehlende Impfungen möglichst bald nachholen. Darüber hinaus empfiehlt die Ständige Impfkommission seit 2010 allen nach 1970 geborenen Erwachsenen ohne oder mit nur einer Impfung in der Kindheit bzw. bei unklarem Impfschutz eine einmalige Impfung gegen Masern. Da heute etwa die Hälfte der Masernfälle Jugendliche und junge Erwachsene betreffen, lohnt sich vor allem auch für diese Altersgruppen der Impfcheck.

Den meisten der nach 1970 geborenen Erwachsenen ist die Impfempfehlung gegen Masern nicht bekannt. Das zeigt die aktuelle Repräsentativbefragung der BZgA zu Wissen, Einstellung und Verhalten. So gaben 81 Prozent der befragten Erwachsenen an, davon bislang nichts gehört zu haben. Außerdem schätzten etwa ein Viertel der befragten Erwachsenen und Jugendlichen Masern fälschlicherweise als harmlos ein.

Weitere Informationen:
www.impfen-info.de/impfcheck

 

zurück