Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Ausflug zu den Lusitzi

Die traditionelle Dankeschönfahrt für Ehrenamtler von VDGN und VMEG führte zur Slawenburg Raddusch

Gruppenbild vor Schinkelkirche
Sachkundig erläutert: Eisengewinnung aus Raseneisenstein in einem "Hochofen" der Germanenzeit
Flach, aber interessant: der Brunnen der Slawenburg Raddusch, die aus der Zeit zwischen 600 und 1200 u. Z. stammt

Da ist Hitze im Kessel. Als am 18. Juni verdiente Ehrenamtler von VDGN und VMEG die nachgebaute Slawenburg im spreewäldischen Raddusch besuchen, haben sie sich dafür einen der heißesten Tage des Frühsommers ausgesucht. In der Niederlausitz klettert die Thermometersäule auf über 30 Grad Celsius. Im Innern des Burgwalls sind es mindestens 10 Grad mehr.

Doch das Hauptziel der traditionellen Dankeschönfahrt mit einem Bus der Dr.-Hermann-Touristik ist gut gewählt. Das Museum in Raddusch zeigt nämlich nicht nur, wie eine Slawenburg aus der Zeit zwischen 600 und 1200 u. Z. ausgesehen hat. Sie beherbergt in ihren glücklicherweise klimatisierten Räumen eine sehenswerte Ausstellung über die ur- und frühgeschichtliche Besiedlung der Lausitz, die schließlich im Slawenstamm der Lusitzi ihre Namensgeber fand. Zuvor, so erfahren die Teilnehmer der Fahrt, siedelte dort der Germanenstamm der Burgunden, an die heute nicht nur bestimmte Weine erinnern, sondern auch das Nibelungenlied, dessen historischer Kern in der Niederlage der Burgunden gegen hunnische Hilfstruppen  des weströmischen Reiches liegt. So klein und so groß ist die Welt, wie schon ein Ausflug vor die Tore Berlins zeigt.

Ordentliche Stärkung wie niedliche Abwechslung bietet den Ausflüglern dann das Mittagessen im „Spreewaldbahnhof Burg“, dessen Spezialität darin besteht, die Getränke der Gäste mit einer Spielzeugeisenbahn an die Tische zu bringen. Und schließlich landet die schwitzende, aber fröhliche Gesellschaft im Dorf Straupitz, wo die doppeltürmige Dorfkirche zur Besichtigung einlädt. Sie wurde nämlich nach Plänen des einstigen preußischen Oberarchitekten Karl Friedrich Schinkel errichtet und macht ganz schön was her. Wie etwa auch die Straupitzer Holländermühle, die als eierlegende Wollmichsau unter den Windmühlen gilt. Sie kann nämlich Korn zu Mehl mahlen, aus Leinsaat Leinöl pressen und aus Baumstämmen Bretter und Bohlen schneiden.

VDGN-Präsident Peter Ohm nutzt an diesem Tag die Gelegenheit, allen Helfern aus den Reihen von VDGN und VMEG für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Ohne sie wären Verband und Verein nicht im Ansatz das, was sie sind, sagt er.

 

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