Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Rechtliche Hilfe in Pflegefragen

VDGN will spezielle Versicherung anbieten und bittet um Ihre Mitarbeit

Seit mehr als zwei Jahren widmet sich der VDGN auch dem Thema Leben, Wohnen und Pflege im Alter. Die im „Grundstück“ zu diesem Themenkomplex erschienenen Artikel fanden einen großen Widerhall bei unseren Mitgliedern.

Sehr viele Anrufe erreichten uns zur Problematik Pflegebedürftigkeit im Alter und deren Finanzierung, zu Leistungen der Pflegekassen, Festlegung von Pflegestufen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) und zu den hierfür notwendigen Abläufen und Verfahrensstufen. Insbesondere erhielten wir viele Anfragen mit der Bitte um Beratung und Unterstützung zu den Fällen, in denen Ärzte oder Sozialdienste in Krankenhäusern einen Pflegeantrag als dringend erforderlich erachteten, die spätere Begutachtung und Einschätzung durch den MDK dann aber zu einer Ablehnung führte.

Diese Negativbescheide des MDK haben zur Folge, daß notwendige, professionelle Pflegehilfen für eine ergänzende oder ganzheitliche häusliche Pflege oftmals nicht finanziert werden können und somit der Pflegebedürftige und seine Angehörigen vor Problemen stehen, die sie allein nicht lösen können. Denn die fachspezifischen Termini und internen Richtlinien der Pflegekassen bzw. des MDK entziehen sich dem Verständnis eines Laien, so daß auch die gegen die Ablehnungsbescheide gerichteten Widerspruchsverfahren meist ohne Erfolg bleiben. Hierauf bleibt nur der Gang zum Sozialgericht, den man aber empfehlenswerterweise mit einem auf Sozialrecht spezialisierten Anwalt betreiben sollte. Auch wenn (bis heute) Verfahren vor den Sozialgerichten grundsätzlich kostenfrei sind, so bleiben die Kosten, d. h. zusätzliche finanzielle Belastungen für die rechtliche Beratung und Vertretung vor Gericht, bei den Klagenden.

VDGN im Gespräch mit Anbietern
Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Problematik erwägt der VDGN, für seine Mitglieder als ein zusätzliches Angebot eine Rechtsschutzversicherung Pflege anzubieten, die die spezifischen Anforderungen auf dem Sachgebiet Pflege/Schwerbehinderung abdeckt und finanziell erschwinglich ist. Denn viele Versicherungen bieten meist in einem Paket mit anderen auch Rechtsschutz in Sozialgerichtsverfahren an (z. B. „Privat- und Verkehrsrechtsschutz für Senioren”). Diese, das sozialgerichtliche Verfahren abdeckenden Versicherungen beziehen aber auch Streitigkeiten zur Zahlung von Altersrente, Witwen und Waisenrente sowie Anerkennung der Berufsunfähigkeit, Ablehnung von Therapieformen, Nichtzahlung bestimmter Medikamente etc. mit ein und sind dementsprechend nicht gerade preiswert. Seit geraumer Zeit verhandelt der VDGN daher mit verschiedenen Versicherungsunternehmen zu den zu versichernden inhaltlichen Sachgebieten. Der Versicherungsumfang soll den Bereich Pflegestufen und deren gerichtliche Durchsetzung mit anwaltlicher Hilfe, Zuschüssen und Beihilfen der Kranken- bzw. Pflegekassen und Anerkennungsverfahren im Fall einer Schwerbehinderung umfassen. In diesen Kernpunkten, so auch das Ergebnis vieler Gespräche und Anfragen unserer Mitglieder, betrachten wir eine Rechtsschutzversicherung als eine große Hilfe und Sicherheit im Bedarfsfall. Im Gegensatz zu den vorher erwähnten Versicherungspaketen rechnet der VDGN mit einem günstigen Jahresbeitrag von zirka 3,60 Euro.

Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und Hinweise mit
Damit eine Rechtsschutzversicherung Pflege für unsere Mitglieder angeboten werden kann, bitten wir Sie, uns Ihre Erfahrungen mit Kranken- bzw. Pflegekassen mitzuteilen. Folgende Fragen sind dabei von Interesse: Wurden Anträge auf Gewährung einer Pflegestufe abgelehnt? Sind Sie in Widerspruch gegangen? Wie war das Ergebnis? Welche Erfahrungen haben Sie bei der Feststellung und Festlegung eines Grades einer Schwerbehinderung gemacht? Wollten Sie nach einem negativ verlaufenen Widerspruchsverfahren das Sozialgericht anrufen, sind aber auf Grund der Kosten und Umstände davor zurückgeschreckt? Halten Sie eine Rechtschutzversicherung Pflege zu den vorher beschriebenen Sachverhalten für sinnvoll, würden Sie einen solche Versicherung bereits heute abschließen, obwohl Sie zeitnah nicht damit rechnen, ein Pflegefall zu werden oder Anträge nach dem Behindertenrecht zu stellen?

Was ist Ihnen bei einer solchen Versicherung wichtig? Um dieses Projekt zu verwirklichen rufen Sie uns an, unter der Rufnummer 030-51488869 ist unser Mitarbeiter immer mittwochs und donnerstags von 10 bis 17 Uhr zu erreichen. Schreiben Sie uns, schicken uns eine Mail an hjkloetz@vdgn.de oder kommen Sie einfach bei uns vorbei.

Hans-Joachim Kloetz

 

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