Verband Deutscher Grundstücksnutzer

„Der Bürger darf nicht länger Bittsteller sein“

Berliner Politiker bei Treffen des VDGN-Aktionsbündnisses für trockene Keller

Am 25. November trafen sich Vertreter des Aktionsbündnisses „Für trockene Keller in Berlin“ im VDGN mit Vertretern der Arbeitsgruppen Grundwasser im Abgeordnetenhaus. Deren verantwortlicher Leiter Alexander Herrmann, CDU-Fraktion, und Regina Kittler von der Fraktion Die Linke kamen ins Bildungs- und Kommunikationszentrum des VDGN in Berlin-Biesdorf.

Sie berichteten über den aktuellen Stand ihrer Tätigkeit und beantworteten die zahlreichen Fragen der Betroffenen – so von Vertretern aus Gebieten mit Grund- und Schichtenwasserproblemen, wie beispielsweise Biesdorf, Buckow, Heinersdorf, Johannisthal, Karow, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Rudow.

„Die Politik muß anerkennen, daß die Problematik gesellschaftlich entstanden ist und die Betroffenen nicht für Ihre Situation verantwortlich sind“, betonte die Abgeordnete Regina Kittler. Sie sieht das Land und den Bund in der Pflicht und hofft auch auf finanzielle Unterstützung von der EU. Des weiteren bat sie den VDGN-Präsidenten Peter Ohm, den außerparlamentarischen Druck weiter aufzubauen.

Für den CDU-Politiker Alexander Herrmann heißt das zentrale Thema Grundwassermanagement. Dafür schlug er vor, zunächst die vielen Einzel-Maßnahmen aus dem Abschlußbericht des „Runden Tisches Grundwassermanagement“ im Zusammenhang zu begutachten, um die realen Kosten festzustellen. Auch er wünscht sich eine enge Zusammenarbeit mit dem VDGN.

„Im Moment ist der Bürger Bittsteller. Das ist nicht hinnehmbar“, stellte der Präsident des VDGN fest und bekräftigte die Forderung nach klaren Verantwortlichkeiten in der Senatsverwaltung.

Übereinstimmend sprachen sich Betroffene und Politik-Verteter für ein berlinweites bzw. ein berlinübergreifendes Wassermanagement aus. Bei den Fragen der Finanzierbarkeit und der Beteiligung von Betroffenen drifteten die Meinungen auseinander.

Fest stand nach dieser Runde jedoch für jeden Teilnehmer, daß bis zu einer zufriedenstellenden Lösung des Problems noch viel Zeit vergehen wird.

Monika Rassek

 

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