Verband Deutscher Grundstücksnutzer

„Nichts schleift sich ein...“

Seit 20 Jahren erfolgreich auf dem Markt – Koch Automobile AG

Karsten Wünsche, operativer Skoda-Cehf bei der Koch Automobile AG

Solche Geschichten gehen immer gut. Wie aus dem Bilderbuch, denkt man: No-Name-Firma schafft es mit wenigen Mitstreitern sozusagen aus dem Nichts zu einem respektablen Wirtschaftsunternehmen und wird zum Markenzeichen einer Branche, einer Stadt, einer Region. Mazda-Koch!

Zum Nichts gehörte in dem Fall ein Schotterfeld an der Marzahner Chaussee in Berlin. Später kamen noch zwei Büro-Container hinzu sowie fünf Mitarbeiter, die Autos von Mazda verkauften. Einer von ihnen, zumindest seit 1997, ist Karsten Wünsche, heute Prokurist und operativer Skoda-Chef bei der Koch Automobile AG. Beide, Wünsche und Eigentümer wie Namensgeber Koch, kennen sich schon seit ihrer Jugend, beide kommen aus der Gegend um Königs Wusterhausen. „Für mich war das die wichtigste und beste berufliche Entscheidung meines Lebens“, ist Wünsche überzeugt. Mehr Steigerung als „wichtigste“, als „beste“ geht bekanntlich nicht.

„Mit visionärer Kraft“, so Wünsche, habe Thomas Koch „das Thema“ vorangetragen. Übersetzt heißt das: Aus Mazda-Koch ist inzwischen die Koch Gruppe Automobile Aktiengesellschaft mit rund 260 Mitarbeitern geworden, das Unternehmen besitzt heute acht Dependancen in Berlin und Brandenburg und verkauft seit Anfang bzw. Mitte der 2000er Jahre neben Mazda auch Autos von Skoda, Citroen, Volvo  und Seat. Auch VDGN-Mitglieder gehören zu den Kunden, seit 2008 ist das Unternehmen Mitglied im Förderverein örtlicher Unternehmer.

Für dieses Jahr ist ein Umsatz von 95 Millionen Euro geplant, mehr als 2.500 Neuwagen sollen verkauft werden.

Das klappt nur, wenn die Gegenseite, sprich der Kunde, zufrieden ist. In der AG gilt die Devise: „Wir mögen Kunden! Wir sind immer freundlich! Wir erfüllen die Erwartungen unserer Kunden!“ Das mag, mit Verlaub gesagt, auf den ersten Blick etwas infantil wie banal, weil selbstverständlich, klingen. Doch wer sich in Berlin und Brandenburg umschaut, wird feststellen, so selbstverständlich muß das nicht sein. Auch nicht beim PKW-Verkauf und -Service.

Die Koch Automobile-AG versucht die Dienstleistungsidee umzusetzen, bis tief in den grauen Alltag hinein. So kontaktiert ein Call Center im Auftrag des Unternehmens Kunden, die soeben ein Auto gekauft haben oder ihren Wagen bei Koch reparieren ließen. Sind Sie zufrieden mit unserer Arbeit, fühlten Sie sich gut betreut? Einmal pro Woche wird das Ergebnis mit allen Mitarbeitern ausgewertet. Ohne Wenn und Aber!

Auch die weiteren Elementarteilchen der Koch’schen Unternehmensphilosophie wie „immer offen sein und neugierig“, „immer wieder den Neubeginn denken und wagen“, so erzählt es Karsten Wünsche, seien essentiell und unabdingbar wichtig für das Unternehmen.  „Nichts schleift sich ein hier.“ Mit dieser Grundverabredung ist das Unternehmen über die Jahre hinweg gewachsen.

Natürlich gab es auch Schwächephasen in der 20jährigen Firmengeschichte. Zum Beispiel als Mazda – die wichtigste Säule des Koch-Geschäfts, sich mit seinen Modellen vor einigen Jahren nicht mehr so robust am Markt durchsetzte. Doch seit dem vergangenen Jahr liegen die neuen PKW-Modelle des japanischen Autoherstellers wieder gut im Rennen.

Mit dem Blick nach vorn, verweist Wünsche auf den wachsenden Internethandel, der für die AG immer wichtiger wird sowie auf die steigenden Koch-Gebrauchtwagen-Verkäufe. Im Automobilhandel sei das die Königsklasse, sagt er. Das Unternehmen sieht auch entspannt auf die Zukunftsmärkte Elektromobilität („wenn die da sind, verkaufen wir die auch“) und Car-Sharing („auf den Händler runtergebrochen, ist die Entwicklung in dem Bereich aber noch offen“).

Im Jubiläumsjahr, das im Herbst vor dem Hintergrund der Markteinführung des Mazda3 mit vielen Kunden und Geschäfts-partnern gefeiert werden soll, wurde die Koch Automobile AG mehrfach ausgezeichnet. Deutschlands bester Mazda-Mechatroniker ist ein Koch-Mitarbeiter, gleichzeitig erreichte die Firma im bundesweiten Ranking den fünften Platz beim Service Award. Berlinweit ist die AG auch für ihr gesellschaftliches, kulturelles sowie sportliches Engagement bekannt. Der Humanistische Verband Deutschlands wird ebenso unterstützt wie der Kinderhilfsverein „Die Wattenbeker“. Seit Jahren pflegt man eine freundschaftliche Beziehung zur Kultband „City“, aus der bereits viele künstlerische Projekte erwachsen sind.  Neben der Unterstützung vieler Berliner Breitensportvereine wird bei Koch eine „eiserne Leidenschaft“ gelebt: Nicht nur als Sponsor, sondern auch als Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Union Berlin leistet Thomas Koch seinen Beitrag, daß der Mythos an der Alten Försterei eine erfolgreiche Zukunft hat.                            

Matthias Hoferichter

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