Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Erst fürs Wochenende, dann für immer

In der DDR errichteten Tausende Wochenendhäuser für sich und ihre Familien. Über die Jahre wurden die Wochenendhäuser ausgebaut und erweitert. Vielfach schuf man damit die Voraussetzungen für einen dauernden Aufenthalt. Nach 1990 gaben viele Datschennutzer ihre Wohnung auf und zogen ganzjährig in ihr Wochenendhaus. Das brachte sie in Konflikt mit dem Baurecht, denn für diese Umnutzung ist eine Baugenehmigung erforderlich, die aber wegen der Lage der Wochenendhausgebiete im „Außenbereich“ nicht erteilt werden kann. Diese Lage im Außenbereich, die nach dem Baurecht der DDR vielfach die Voraussetzung für die Errichtung des Wochenendhauses  war, wird damit jetzt zum Fallstrick. Das Wohnen dort gilt als Ordnungswidrigkeit, gegen die mit Strafandrohungen und Nutzungsuntersagungen vorgegangen wird. Dabei haben die Behörden und Gemeinden jahrelang dem Treiben in den Wochenendhausgebieten tatenlos zugesehen und damit zumindest den Eindruck einer Duldung vermittelt. Oft wurden die Wochenendler von den Gemeinden geradezu ermutigt sich umzumelden. Sie waren und sind als Steuerzahler willkommen. Die Gemeinden haben Trink- und Abwasserleitungen in die Datschengebiete verlegt und alles Mögliche getan, damit Dauernutzer dort wohnen können.

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