Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Verhandlungsergebnis: Klare Vorteile für Mitglieder

AXA-Pflegezusatzversicherung erfüllt alle Kriterien, bietet zusätzlich Rabatt und eine vereinfachte Gesundheitsprüfung

Von Eckhart Beleites, VDGN-Vizepräsident; Axel Kummerow, Kerstin Große

 In unserem letzten Artikel hatten wir über unsere Verhandlungen mit dem AXA-Konzern über eine Kooperationsvereinbarung für Pflegezusatzversicherungen berichtet.

Die anhaltend hohe Resonanz auf unsere Artikelserie und viele Fragen unserer Mitglieder haben uns in unserem Vorgehen bestätigt, und so können wir heute über die ersten Inhalte einer Rahmenvereinbarung mit der AXA-Krankenversicherung AG informieren.

Worauf kam es uns bei einer Pflegezusatzversicherung an, welche Leistungskriterien sollten bei einer solchen Versicherung in Interesse unserer Mitglieder unbedingt erfüllt werden? Dies waren:

• Leistung auch schon bei Demenzerkrankung (also Pflegestufe 0),

• Individuelle Wahlmöglichkeit der Absicherung in den Pflegestufen 1-3,

• Beitragsbefreiung nach Eintritt des Pflegefalls,

• klare und eindeutige Gesundheitsfragen, die eine schnelle Risikoprüfung und Bearbeitung eines Antrages ermöglichen,

• Rabatt für VDGN-Mitglieder.

Die Pflegezusatzversicherung der AXA-Krankenversicherung AG erfüllt alle genannten Kriterien und entspricht damit den grundsätzlichen Anforderungen des VDGN für den möglichen Abschluß einer Rahmenvereinbarung.

Wir wollen uns etwas näher mit dem vierten Kriterium, der Risikoprüfung, und den damit verbundenen Gesundheitsfragen beschäftigen. Die meisten von Ihnen kennen so etwas wahrscheinlich schon: Auch beim Abschluß von Kranken- oder Lebensversicherungen wird die gesundheitliche Verfassung geprüft.

Wie alle Versicherungen, ist auch die AXA verpflichtet, die ihr angetragenen Risiken zu prüfen und auf der Grundlage dieser Prüfung die Risiken anzunehmen oder auch abzulehnen. Dies erfolgt einerseits in Wahrnehmung der unternehmerischen Interessen und Ziele der AXA-Krankenversicherung AG. Andererseits vor allem aber im Interesse der Kunden, die dadurch langfristig von stabilen Beiträgen profitieren.

Allerdings: Ist ein Versicherungsfall, hier also der Pflegefall, schon eingetreten, dann muß auch die AXA einen Antrag auf Pflegezusatzversicherung ablehnen. 

Die  AXA Krankenversicherung AG hat sich sehr bemüht, die Risikoprüfung so unkompliziert wie möglich zu gestalten. Das Resultat: Erfreulicherweise sind bei der Beantragung einer Pflegezusatzversicherung nur zwei Gesundheitsfragen zu beantworten.

Ist der Antrag auf Pflegeleistungen gestellt und der Pflegefall vom Medizinischen Dienst Ihrer Pflegepflichtversicherung bestätigt, beginnt die AXA Krankenversicherung AG sofort mit den vertraglich vereinbarten Zahlungen für Versicherte. Dies kommt Betroffenen sehr entgegen und stellt einen spürbaren Vorteil gegenüber anderen Anbietern von Pflegezusatzversicherungen dar, die in der Regel erst eigene Ärzte beauftragen oder weitere Gutachten einholen, bevor dann die Zahlungen erfolgen.

Solche Auseinandersetzungen kosten Geld, Zeit und Nerven. Derartige Konflikte wollen wir unseren Mitgliedern möglichst ersparen.

 Weitere Vorteile

Welche Vorteile bietet die Rahmenvereinbarung mit der AXA Krankenversicherung AG den Mitgliedern eigentlich noch? In unseren Verhandlungen haben wir folgende Sonderkonditionen vereinbaren können:

• Erstens gibt es auf den jeweiligen Beitrag einen Rabatt von 3 Prozent.

• Zweitens verzichtet die AXA Krankenversicherung AG für die ersten drei Monate auf den vertraglich vereinbarten Monatsbeitrag.

• Drittens unterstützt die AXA Krankenversicherung AG die Etablierung eines Hausrufnotsystems, einschließlich eines Akutmeldegerätes für auftretende Notfälle bei Pflegeerkrankten.

Außerdem erhält der VDGN für jeden abgeschlossenen Vertrag einen monatlichen Zuschuß, der ungekürzt zur Reduzierung des VDGN-Mitgliedsbeitrags des jeweiligen Mitglieds genutzt wird.

Nebenstehend ein paar Beispiele, die die Vorteile verdeutlichen: Damit ist es uns gelungen, bei der Pflegezusatzversicherung dem Anliegen hoher Leistungsqualität zu entsprechen und dies mit spürbaren materiellen Vorteilen für unsere Mitglieder zu verbinden.

Erlauben Sie im Hinblick auf das generelle Thema Pflege und Pflegevorsorge noch zwei Bemerkungen. Die obigen Beispiele veranschaulichen auch deutlich, daß die private Zusatzabsicherung gegen das Pflegefallrisiko keine billige Angelegenheit ist. Es wird manchen geben, der diese Beiträge nicht aufbringen kann oder auch kein Eigentum oder Vermögen schützen muß. In diesen Fällen greift die staatliche Fürsorge, übernehmen die Sozialämter die Zahlung der anfallenden zusätzlichen Kosten. Dazu sind entsprechende Anträge erforderlich und es erfolgen sicherlich Prüfungen der Einkommenslage der Angehörigen.

Und zweitens: Die intensive Beschäftigung mit der Gesamtproblematik Pflege führte nicht nur zu dieser Artikelserie. Die Vielfältigkeit und Komplexität dieses Themas und das Bewußtwerden der unzähligen „Baustellen“ – also der vielen offenen, ungelösten Probleme – auf diesem Gebiet ließen die Idee Gestalt annehmen, einen Verein „Leben und Wohnen im Alter“ zu gründen.

Der Verein soll die Voraussetzungen schaffen, sich mit den unterschiedlichsten Themen des „Lebens und Wohnens im Alter“ zu beschäftigen und gleichzeitig allen interessierten VDGN-Mitgliedern die Möglichkeit bieten, sich an seiner Arbeit zu beteiligen. Jeder, der sich an der Gründung dieses Vereins und an seiner inhaltlichen Ausrichtung beteiligen möchte, ist herzlich willkommen. 

Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit und glauben, daß der Verein ein Forum sein kann, das sich der inhaltlichen Anliegen annimmt, und daß er ein gewichtiger Interessenvertreter von Betroffenen werden kann.

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