Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Gesundheitsschutz geht vor

Teilnehmer von VDGN-Veranstaltung in Berlin-Bohnsdorf verabschiedeten Resolution

An dieser Stelle veröffentlichen wir Auszüge aus der Resolution, der die Teilnehmer der Informationsveranstaltung am 15. Februar in Berlin-Bohnsdorf zustimmten:

• Keine Inbetriebnahme BER ohne vollständigen Schallschutz

• Nachtflugverbot 22 bis 6 Uhr zum wirksamen Gesundheitsschutz

Es ist ein gesundheitswirksamer passiver Schallschutz mit folgenden Parametern und Elementen zu realisieren:

• Gewährleistung eines maximalen Innenschallpegels am Tag im Umfeld des Stadtflughafens Berlin-Schönefeld in Wohnräumen nicht über 55dB(A) entsprechend der Festlegungen des Planfeststellungsbe-schlusses und Zusatzmaßnahmen für den Gesundheitsschutz nach der Berliner Lärmaktionsplanung;

• eine, nicht von der FBB kontrollierte, unabhängige Projektsteuerung zur Planung und Realisierung des gesamten Schallschutzprogramms;

• Aufnahme der zu schützenden Bausubstanz durch vereidigte und nicht von der FBB kontrollierte unabhängige Bausachverständige;

• DIN- und ENEV-gerechte Realisierung der erforderlichen Schallschutzmaßnahmen durch zertifizierte Fachfirmen;

• Abnahme, Abschlußkontrolle und -messung des tatsächlichen Eintritts des angestrebten Schallschutzeffektes durch unabhängige, vereidigte Bausachverständige, erforderlichenfalls mit der Auflage zur Nachbesserung. Nachholen dieser Abschlußkontrolle und -messung bei sämtlichen bislang realisierten Schallschutzmaßnahmen.

• Die erforderlichen Schallschutzmaßnahmen unterliegen keiner finanziellen Begrenzung. Überschreiten sie den festgelegten Teil des Verkehrswertes der Immobilie, ist den Eigentümern eine angemessene Entschädigung und die Absiedlung anzubieten. Letzteres gilt auch für Gebäude, bei denen der erforderliche Schallschutz aus bauphysikalischen Gründen nicht realisiert werden kann.

• Der Flughafenbetreiber ist für die Dauer des Betriebes des Stadtflughafens Berlin-Schönefeld gemäß Planfeststellungsbeschluß verpflichtet, im Umfeld des Flughafens jederzeit den notwendigen gesund-heitswirksamen Schallschutz in Wohn- und Schlafräumen zu gewährleisten und für Mängel zu haften. Diese Verpflichtung ist durch eine unabhängige Kontrollinstanz zu sichern.

• Entschädigung der durch bewußte Fehlinformation der FBB zu Flugrouten Geschädigten, ohne daß diese klagen müssen. Die FBB hat in Broschüren, Darstellungen und Flyern die nicht genehmigten Flugrouten als real dargestellt, obwohl sie genau über den Rechtsstatus dieser Routen informiert gewesen ist.

• Die Wirksamkeit der Bedingung des Planfeststellungsbeschlusses für die Inbetriebnahme des Flughafens, der zu realisierende Schallschutz, ist sicherzustellen. Keine Inbetriebnahme ohne vollständigen Schallschutz.

• Als obligatorischer Teil des aktiven Schallschutzes ist ein tägliches absolutes achtstündiges Nachtflugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr (einzige Ausnahme: Notfälle) zu gewährleisten.

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