Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Pakt mit der Sonne


Pool-Unternehmen der ersten Stunde: Golombowsky Solartechnik



Der Förderverein Örtlicher Unternehmer mit seinem Unternehmenspool wird in diesem Jahr 15 Jahre alt – ein guter Grund, sich seiner Geschichte zu erinnern. Wer waren die Unternehmen der ersten Stunde? Wir stellen einige in einer Serie näher vor.

Den Anfang macht die Firma GS Golombowsky Solartechnik GmbH (kurz: Golosolar) aus Hönow bei Berlin, die sich seit 1999 im Unternehmenspool engagiert. Ihr Geschäftsführer ist Diplomingenieur Detlef Golombowsky. Er arbeitete vor der Wende im Kraftwerk Berlin-Jannowitzbrücke und danach im Vertrieb von Energie-Systemtechnik der Firma „Herrmann Wärmesysteme“. Dieses Unternehmen war damals mit seiner Philosophie der Zeit weit voraus. Es hat bereits Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts die Wärmeversorgung als System aus Kessel, Stirlingmotor und Latentspeicher entwickelt und verkauft, und das bereits zehn Jahre vor der ersten Energieeinsparverordnung. Doch die Kunden davon zu überzeugen, in Energieeffizienz zu investieren, war damals ein schwieriges Geschäft. Eines wurde Detlef Golombowsky während seiner Tätigkeit dort bewußt: Die Energielösung  für ein Ein- oder Mehrfamilienhaus muß eine individuelle Lösung sein, die nicht von der Stange zu haben ist.

Genau das war auch der Ansatz für die Gründung des eigenen Unternehmens Golosolar im Jahr 1998. Für den Kunden vernünftige und preiswerte Energielösungen, denen neueste Forschungsergebnisse zugrundeliegen, stehen hier im Mittelpunkt. Das sind innovative Wärmesysteme, die nicht nur auf dem Papier eine hohe Energieeffizienz bescheinigt bekommen, sondern diese auch in der Praxis beweisen.

Dazu kann die Golosolar mit ihrem Team aus fünf Mitarbeitern viele gute Referenzen vorweisen. Unterstützung im Know How holt sich das Unternehmen vom „Bund Solardach“, mit dem es von Beginn an kooperierte. Der „Bund Solardach“ ist ein europaweites Netzwerk von Forschern, Entwicklern, Produzenten und Handwerksbetrieben, das sich als Mittler zwischen Forschung & Entwicklung und dem ausführenden Handwerk versteht und darüber hinaus als Genossenschaft Preisvorteile aus gemeinsamem Einkauf generiert und an die Kunden weitergibt.

Wer zu Detlef Golombowsky kommt, wird auf (fast) jede Frage rund um die Solar- und Energietechnik eine kluge Antwort bekommen. Eine oft gestellte Frage ist: „Was ist sinnvoll, eine Solarthermie- oder Photovoltaik-Anlage oder beides?“ Die Antwort dazu ist überraschend, weil sie nicht unbedingt dem Mainstream der öffentlich propagierten Meinung entspricht. Basis dafür sind nüchterne ingenieurtechnische und kühle wirtschaftliche Berechnungen.

Detlef Golombowsky hat in den letzten dreizehn Jahren viele gute Beispiele für gelungene Investitionen in Energieeffizienz geschaffen. Die Kunden, darunter viele Mitglieder des VDGN, geben gern Auskunft darüber, wie zum Beispiel Familie Kretschel aus Berlin-Biesdorf. Das im Jahr 1963 errichtete Einfamilienhaus war Anfang der 2000er Jahre reif für eine Sanierung. Für die Familie war klar: Wenn saniert wird, dann mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand bei maximal erzielbarer Energieeinsparung. Energieberater des VDGN wurden in das Projekt einbezogen. Das Haus wurde gedämmt, Wärmeschutzfenster eingebaut und die Heizung erneuert. Aus vier Angeboten für die Heizungslösung wählte Familie Kretschel die Golosolar. Kernstück der Systemlösung sind ein großer Toplader-Pufferspeicher, der die gesamte Solarwärme der 24 m2 großen Solar-Indachfläche zu speichern vermag. Heizung und  Warmwasser, auch für die Waschmaschine und den Geschirrspüler, lassen sich von März bis Oktober zu 100 Prozent aus Sonnenenergie speisen. Vor der Sanierung betrug der jährliche Gasverbrauch für die Wohnfläche von 90 Quadratmetern durchschnittlich 20.200 Kilowattstunden und seit der im Jahr 2006 beendeten Sanierung 8.400 Kilowattstunden (kWh).

Jeden Tag fällt der Blick auf das im Wohnzimmer ablesbare Display für den Solarertrag. Während der letzten fünf Jahre sind insgesamt 32.000 kWh Solarenergie in das Haus gelangt. Das entspricht einem jährlichen Ertrag zwischen 4.000 kWh und 6.000 kWh. „Ja, die Solarthermie lohnt sich, wenn sie im Rahmen einer Sanierungslösung mit eingebunden wird“, bestätigt stolz Familie Kretschel.

Und der Unternehmenspool kann stolz darauf sein, einen ausgewiesenen Experten wie Herrn Golombowsky in seinen Reihen zu haben. Wir wünschen weiterhin viele sonnige Erfolge und eine gute Zusammenarbeit, von der unsere VDGN-Mitglieder auch in Zukunft profitieren werden.

Dr. Martyna Voß

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