Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Mehr Verkehr, ruinöse Beiträge?

VDGN kämpft weiter für Vollendung der TVO im Südosten Berlins


Nicht müde wird der VDGN in seinen Aktivitäten für eine Vollendung der Tangentialen Verbindung Ost (TVO). Es geht um den Bau des fehlenden TVO-Teilstücks zwischen der Märkischen Allee und der Straße an der Wuhlheide, das für die Siedlungsgebiete im Südosten Berlins eine erhebliche Verkehrsentlastung bringen würde. Der VDGN kämpft dabei für eine Trasse westlich des Bahndammes zwischen Biesdorf und Karlshorst. Der Berliner Senat hat hingegen die Diskussion über eine Trassenführung östlich der Bahn vom Zaun gebrochen, die zum Abriß nicht weniger Eigenheime und zu erheblichen anderen Belastungen für Anwohner führen würde.

Soll diese Diskussion etwa die TVO-Vollendung ganz und gar verhindern? Das wäre fatal. Denn mit der Eröffnung des Großflughafens Schönefeld wird sich ab 2012 die Zahl der Fahrzeuge, die speziell durch Biesdorf täglich rollen, auf 40.000 verdoppeln. Das heißt: Ohne TVO gibt es mehr Lärm, mehr Dreck, mehr Gefahren für die Anwohner. Aber es droht noch eine zusätzliche Belastung. Denn ohne TVO wäre ein Ausbau der Köpenicker Straße in Biesdorf unumgänglich. Planungsvarianten für eine dreispurige Trasse mit Ampeln, die dem Verkehr morgens zwei Spuren in Richtung Wuhlheide und nachmittags zwei Spuren in Richtung Elsterwerdaer Platz zuweisen, hat es schon gegeben. Die Eigentümer der Anliegergrundstücke müßten das Ganze mit Straßenausbaubeiträgen selbst finanzieren. 26.000 Euro würden dann im Durchschnitt von den Grundstückseigentümern verlangt. Dazu darf es nicht kommen. Der VDGN bleibt am Ball – für die Vollendung der TVO, für die Abschaffung des Straßenausbaubeitragsgesetzes.

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