Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Für siedlungsverträgliche Grundwasserstände

Berlin: Verbände und IHK fordern Politik zum Handeln auf


Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Berlin, den Verbänden und Vereinen Haus & Grund, BBU, BFW und VfU fordert der VDGN in einem Positionspapier die Berliner Politik auf, konkrete Maßnahmen für siedlungsverträgliche Grundwasserstände zu ergreifen. Darin heißt es u. a.: Nasse Keller, defekte Infrastruktur und feuchte Bauwerke sind in vielen Teilen Berlins die Regel. Ohne eine aktive Regulierung wird das Grundwasser weiter steigen. Eine örtlich begrenzte Grundwassersenkung oder bauliche Maßnahmen an Gebäuden sind nicht oder nur mit erheblichem finanziellen Aufwand realisierbar.

Die Unterzeichner stellen an die politischen Vertreter im Land Berlin folgende Mindestforderungen:

1. steigendes Grundwasser als stadtweites Problem anzuerkennen, das einer politischen Lösung bedarf;

2. den Senat zu beauftragen, ökologisch und wirtschaftlich geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um siedlungsverträgliche Grundwasserstände zu gewährleisten;

3. dauerhafte Strukturen zu schaffen, die Senat und Abgeordneten technische, juristische und finanzielle Lösungen zur Bewältigung dieser Maßnahmen aufzeigen.

Als konkreten nächsten und wichtigsten Schritt fordern die Unterzeichner vom Abgeordnetenhaus die Einrichtung einer Grundwasserkonferenz. Ihr sollen sachverständige Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik angehören.

Ziele:

1. Grundwasserentnahme steigern Eine sinnvolle Lenkungswirkung kann die Politik über niedrigere Wasserpreise, eine degressive Tarifgestaltung sowie die Senkung oder Abschaffung des Grundwasserentnahmeentgeltes erreichen.

2. Grundwasserstände aktiv regulieren. In besonders betroffenen Gebieten des Berliner Urstromtals ist eine Grundwasserregulierung notwendig.

3. Eigentümer entlasten

Mit den Kosten für Grundwasserschäden und Abwehrmaßnahmen werden die Betroffenen bisher alleine gelassen. Die Politik muss in dieser Situation für die erforderliche Sicherheit sorgen.

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