Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Akzeptable Lösung gefunden

Oberhausen: Abwasser wird in öffentliche Kanalisation geleitet

Nachdem die Untere Wasserbehörde der Stadt Oberhausen von unzulässigen Sickergruben in einer nicht dem Stadtverband zugehörigen Kleingartenanlage erfahren hatte, wurde der Kreisverband Oberhausen der Kleingärtner in die Pflicht genommen. Erste Gespräche führten zur gemeinsamen Formulierung von Eckpunkten. Eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung auf der Grundlage von gesetzlichen Bestimmungen wurde vereinbart.

Löblich war die Zusage der Stadtverwaltung, sich ausschließlich auf wasserrechtliche Belange zu beschränken. Als Lösung wurde vereinbart: die Einleitung von Abwässern in die öffentliche Kanalisation. Grundsätzlich soll jede Kleingartenanlage zumindest über eine ordnungsgemäße Entwässerungseinrichtung (Vereinsheim/Gemeinschaftstoilette) verfügen. In den technischen Leitlinien wurde u. a. die Möglichkeit der Abwassereinleitung nach dem „Essener Modell“ aufgezeigt, also auch ein internes Entwässern der einzelnen Gärten über Sammler, die an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen werden. Diesen Weg werden die dem Verband angeschlossenen Vereine auch verfolgen.

Zur Finanzierung dieses Vorhabens haben alle Vereine ohne Ausnahme moderate Umlagen beschlossen, so daß voraussichtlich bis 2013 begonnen werden kann. Davon sind 31 Kleingartenanlagen mit ca. 1.550 Pächtern betroffen. Die Eigenfinanzierung ist auf 1,2 Mio. Euro beziffert. Das sind 775 Euro pro Pächter. Der Rest der Arbeiten wird in Eigenleistung erbracht.

Heinz Binder, 1. Vorsitzender Kreisverband Oberhausen der Kleingärtner e.V.

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