Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Lärmschutz bisher ungenügend

Großflughafen Berlin-Schönefeld: VDGN aktiv für Anwohnerinteressen

Am 28. April fand eine erneute Veranstaltung der Berliner VMEG-Regionalgruppen Grünau und Bohnsdorf zur Fluglärmproblematik im Zusammenhang mit dem künftigen Großflughafen BBI in Berlin-Bohnsdorf statt. Verzeichnete bereits die Auftaktveranstaltung im Sommer 2008 eine sehr hohe Teilnehmerzahl, so wurde sie bei der jetzigen Veranstaltung noch weit überboten. Glücklich konnten sich diejenigen schätzen, die im Veranstaltungsraum noch einen Sitz- oder Stehplatz ergattern konnten. Für viele hieß es leider, die Diskussion aus dem Raum nur über die zur Außenübertragung aufgestellten Lautsprecher verfolgen zu können. Die Arbeitsgruppe Lärm des VDGN hatte in Vorbereitung der Veranstaltung eine gute Auswahl an Diskussions-Themen unter der großen Überschrift des Lärmschutzes getroffen. Hochinteressiert verfolgten daher auch die Teilnehmer die Ausführungen des VDGN-Energieberaters, Herrn Schöne, der die unmittelbaren Zusammenhänge von Lärm- und Wärmeschutzmaßnahmen erläuterte und auf die sich daraus ergebenden Probleme hinwies. Die Referate der Schallschutzexperten Dr. Maschke und Prof. Carius, insbesondere deren Erfahrungen mit dem Schallschutzprogramm des BBI, waren dann Auslöser vieler kritischer Fragen und Kritiken an die beiden anwesenden Vertreter des Flughafens Berlin-Brandenburg International (BBI). Der Präsident des VDGN, Peter Ohm, nahm als Veranstaltungsleiter die Versprechungen der Flughafenvertreter, in Zukunft vieles besser machen zu wollen, zum Anlaß, eine weitere Veranstaltung in 6 Monaten anzukündigen, auf der dann konkret hinterfragt wird, was vom BBI im Interesse der Betroffenen verändert wurde. Zum Abschluß der Veranstaltung wurde der Präsident des VDGN von den Teilnehmern beauftragt, in einem Schreiben an den Aufsichtsratsvorsitzenden des BBI, Klaus Wowereit, die Umsetzung der Schallschutzmaßnahmen gemäß dem Planfeststellungsbeschluß einzufordern.

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