Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Gestärkte Solidargemeinschaft

Von Dr. Michael Jagielski, Vizepräsident des VDGN

Der VDGN ist seit seiner Gründung ein wahrer Interessenvertreter der Nutzer von Grundstücken. Er führt einen konsequenten Kampf gegen jegliche zusätzliche Belastungen, die den Grundstücksnutzern aufgebürdet werden sollen. Dabei agiert der Verband als große Solidargemeinschaft für die Mitglieder mit unterschiedlichen Nutzungsarten.

Eine der Nutzungsarten ist die Pachtung eines Kleingartens. Der Aufenthalt im eigenen Kleingarten kann für viele zu den schönsten Tätigkeiten gehören. Die Nutzung eines Kleingartens kann aber auch mit Ängsten und Sorgen verbunden sein.

Zu den größten Sorgen zählt die Standortsicherheit des Kleingartens. Das Bundeskleingartengesetz und der Unterpachtvertrag schützen nicht vor ganz legaler Vertreibung von der gepachteten Scholle. In Berlin zum Beispiel sind mindestens 22 Prozent der Kleingärten auf landeseigenen Flächen nicht durch Flächennutzungspläne gesichert und können jederzeit einer anderen Nutzung durch Verkauf oder Umwidmung zugeführt werden.

Eine weitere Gefahr für die Kleingärtner sind höhere finanzielle Belastungen durch Pachterhöhungen, zusätzliche Umlagen, steigende Mitgliedsbeiträge, Forderung von Verwaltungskosten der Verpächter, steigende öffentlich-rechtliche Lasten sowie die Forderung von Rückbaubeiträgen, die auch zu einer Vertreibung der Kleingärtner führen.

Der Bund Deutscher Gartenfreunde (BDG) mit seinen Landesverbänden tritt gegenwärtig nicht entschlossen genug diesen Tendenzen im Interesse der Kleingärtner entgegen.

Dagegen ist der VDGN seit vielen Jahren der einzige einflußreiche Verband, der konsequent die Interessen der Kleingärtner gegen diese Bestrebungen vertritt. 

Der VDGN hat sich Ende der 90er Jahre mit Stadt- und Kreisverbänden sowie Vereinen, vorrangig aus Nordrhein-Westfalen (NRW), in einer Bundesarbeitsgemeinschaft für ein modernes Kleingartenwesen zusammengefunden. Von den ca. 22.000 nicht in den beiden Landesverbänden des BDG in NRW organisierten Kleingärtnern ist ein Großteil inzwischen dem VDGN beigetreten; mit anderen Verbänden, die zum Teil noch den Landesverbänden des BDG ange-hören, erfolgt eine Zusammenarbeit in der Bundesarbeitsgemeinschaft.

Auf deren Tagung am 27. April diesen Jahres in Herne haben sich die Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft, die bisher dem VDGN beigetreten sind, zu einer Regionalgruppe der Kleingärtner NRW des VDGN zusammengefunden. Mit dieser geballten Kraft nimmt die Regionalgruppe auf Politik und Verwaltung stärker Einfluß, um den geschilderten Tendenzen entgegenzutreten und eine Wende im Kleingartenwesen in NRW herbeizuführen.

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