Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Zahlen für neue Wasserleitung?

In Sonnewalde schwillt der Bürgerprotest gegen Beitragsbescheide an


In Sonnewalde (Elbe-Elster-Kreis) und den Dörfern der Umgebung brennt die Luft. Nicht genug, daß dort exorbitant hohe Preise für das Wasser und das Abwasser berappt werden müssen. Jetzt werden die Grundstückseigentümer auch noch mit Beitragsforderungen für die Herstellung einer neuen Trinkwasserleitung überzogen. Zahlen sollen sie an den Wasser- und Abwasserverband Westniederlausitz (WAV), zu dem sich vor wenigen Jahren die Zweckverbände von Doberlug-Kirchhain und Sonnewalde zusammengeschlossen haben. Sonnewalde bezieht sein Trinkwasser nun über die neue Leitung aus dem zehn Kilometer entfernten Doberlug-Kirchhain, während die vorhandenen Sonnewalder Wasserwerke stillgelegt wurden.

Für viele Betroffene in der Region, die seit zwei Jahrzehnten eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit aufweist, heißt das, sie sollen mehrere Tausend Euro zahlen. Und das können und wollen sie nicht akzeptieren.

Überaus groß war deshalb der Andrang zu einer vom VDGN organisierten Protest- und Informationsveranstaltung am 11. November in Zeckerin. Der Saal konnte die Masse der Interessenten nicht fassen. Ein ähnliches Bild bot sich am 18. November (unser Foto), als die Veranstaltung wiederholt und mit der Bildung einer Prozeßgemeinschaft begonnen wurde, nachdem am Vortag aufgebrachte Bürger vor dem Sitz des Zweckverbandes in Doberlug-Kirchhain demonstriert hatten. Eine dritte Veranstaltung fand am 25. November statt. Hunderte Grundstückseigentümer aus Sonnewalde und Umgebung haben sich auf diesen Veranstaltungen für die Teilnahme an der Prozeßgemeinschaft angemeldet, um auf dem Wege eines Musterverfahrens die juristische Auseinandersetzung mit den Beitragsbescheiden zu führen. Zugleich wollen die Betroffenen den politischen Druck auf die kommunalen Politiker verstärken.

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