Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Auf klarem Kurs

Von Eckhart Beleites und Peter Ohm


Jeden Tag bringen uns die Zeitungen schlechte Nachrichten. Denn wir erleben gerade die größte Finanz- und Wirtschaftskrise seit Menschengedenken. Sie wird auf Dauer kaum jemanden in Deutschland unberührt lassen. Es wächst die Zahl der Menschen ohne Arbeit und mit ihr die Unsicherheit für jeden, der noch in Lohn und Brot steht. Viele Menschen haben als Kleinanleger direkt Geld verloren. Anderen steht dieser Verlust noch bevor, wenn Pensionsfonds den Bach hinuntergehen, in die sie wegen der Kürzung der staatlichen Rente quasi hineingeprügelt worden sind.

Das Heraufziehen solcher Krisen hat sicher mit Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie zu tun. Aber die Wirtschaft wird von Menschen gemacht. Was wir jetzt erleben ist zu einem großen Teil das Ergebnis unverantwortlichen Handelns der Eigentümer und Manager von Banken, Unternehmen und anderen Institutionen, die den Spruch „Gier frißt Hirn“ nie gehört zu haben scheinen und getreu dem Motto „Nach uns die Sintflut“ verfahren.

Dieses Denken ist uns beim VDGN zutiefst fremd. Für uns als parteienunabhängiger Verband stehen die sozialen Belange der „kleinen Leute“ an oberster Stelle. Übersetzt auf unser Wirkungsfeld ist es der Schutz des selbstgenutzten Eigentums an Häusern, Wohnungen, Datschen, Garagen und Kleingartenlauben, dem wir unsere ganze Kraft widmen. Jetzt in der Krisenzeit zahlt sich besonders aus, daß der VDGN auf diesem Felde in den eineinhalb Jahrzehnten seit seiner Gründung erfolgreich gewesen ist. Und das nicht nur, weil das Häuschen und Grundstück oder die Eigentumswohnung bei einer Inflation der Währung nicht wie Butter in der Sonne zerrinnen können. Unterschätzen sollte man auch nicht den Wert einer Datsche oder eines Kleingartens als Refugium in rauheren Zeiten. Die Krise wird das Geld für weite Reisen ganz sicher verknappen, und dann liegt das Gute plötzlich ganz nah.

Der 11. Verbandstag des VDGN hat den seit der Gründung des Verbandes verfolgten Kurs bestätigt und ihn selbstverständlich anhand der gegenwärtigen Notwendigkeiten präzisiert. So verpflichteten die Delegierten zum Beispiel die Führung des Verbandes, für die Abkehr von der Privatisierung der Öffentlichen Daseinsvorsorge zu kämpfen, damit diese wieder selbstverständlich als staatliche Aufgabe wahrgenommen wird.

Verdeutlicht hat der Verbandstag auch: Der VDGN verfügt über ein finanziell solides Fundament, das ihm Unabhängigkeit und Aktionsfähigkeit schafft. Er orientiert sich in seiner wirtschaftlichen Tätigkeit nicht auf Gewinn, sondern auf den Vorteil für seine Mitglieder. Und so soll es bleiben!

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