Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Mit vereinter Kraft

Interessen von Datschen-Eigentümern durchsetzen - das geht nur mit der Gemeinschaft

In den Regionalberatungen des VDGN-Präsidiums mit den Vereinsvorständen wurde im Erfahrungsaustausch deutlich, daß der Verein eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Nutzung und Perspektive des Erholungsgrundstückes für das einzelne Mitglied spielt. Das gilt sowohl für die Unterstützung der Mitglieder bei der Lösung juristischer Probleme als auch hinsichtlich des Einflusses auf eine ungestörte Erholung und Freizeitgestaltung für alle Mitglieder und deren Besucher.

Viele Vereine haben diese Aufgabe in ihrer Satzung verankert. Dazu das kameradschaftliche und solidarische Zusammenwirken der Mitglieder zu organisieren, bestimmt oft einen wesentlichen Teil der Arbeit des Vereinsvorstandes und einzelner Vorstandsmitglieder.

Damit jedes Vereinsmitglied auf seinem Grundstück/seiner Parzelle seinen individuellen Erholungs- und Freizeitinteressen nachgehen kann, ist die Einhaltung bestimmter Regeln im Zusammenleben für alle Vereinsmitglieder und deren Besucher unverzichtbar.

Im Allgemeinen werden diese Fragen des Zusammenlebens in einer Vereinsordnung geregelt. Sie beinhaltet sowohl Festlegungen aus dem Nachbarrecht als auch spezifische vereinsinterne Fragen, wie z. B. die Nutzung vereinseigener Anlagen und Einrichtungen. Maßnahmen zur Instandhaltung, oft auch von Wegen, Parkflächen, Bade- und Bootsstegen, müssen gemeinsam realisiert werden, ebenso wie der Winterdienst.

Unter dem Gesichtspunkt des Zugangs neuer Mitglieder bzw. auch von Neupächtern, die nicht Mitglied des Vereins werden wollen, spielen die Fragen der Durchsetzung der Vereinsordnung eine wachsende Rolle. Das Zusammenleben in einer Bungalowsiedlung bringt oft nachbarschaftliche Probleme mit sich, bei deren Lösung das Wirken des Vereins, insbesondere seines Vorstandes sehr hilfreich ist.

Die Vereinsvorsitzenden brachten häufig zum Ausdruck, daß sich bedeutende Anforderungen für die Vereinsvorstände auch aus dem notwendigen Zusammenwirken mit Anliegern im Territorium, mit der Gemeinde und mit dem jeweiligen Forstwirtschaftsbetrieb zum Schutz der Natur und Landschaft in Einklang mit den Rechtsvorschriften der Bundesrepublik, des Landes und den kommunalen Festlegungen ergeben.

Es gilt dabei nicht nur die Interessen des Vereins und seiner Mitglieder gegenüber Ämtern, Verwaltungen, Behörden und anderen Institutionen zu vertreten, sondern auch den Vereinsmitgliedern die jeweiligen Rechtsnormen und Beschlüsse nahezubringen. So gibt es vielfältige Rechtsnormen, die für jeden Datschenbesitzer von Bedeutung sind und von diesem eingehalten werden müssen. Für den Einzelnen ist es schwer, alle diese Normen zu kennen und immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Auch hier ist die aktive Arbeit des Vereins eine wesentliche Hilfe.

Erfolgreich sind dabei besonders jene Vereinsvorstände, die auf Vereinsversammlungen bzw. durch schriftliche Vereinsinformationen ihren Mitgliedern hierzu Kenntnisse vermitteln.

Damit der Vorstand auf diesen Gebieten immer aktuell informiert ist, bewährt es sich, nicht nur die Informationen unseres Verbandes zu nutzen und regelmäßig auszuwerten, sondern auch am Standort des Vereins/Vereinssitz zur Kommunalverwaltung und Gemeindevertretung sowie den in ihr vertretenen Parteien gute Kontakte zu pflegen. Es empfiehlt sich möglichst an öffentlichen Gemeindevertretertagungen und an Ausschuß-Sitzungen teilzunehmen. Einzelne Vereine arbeiten auch direkt in Ausschüssen mit. Dabei müssen sich nicht unbedingt immer nur die Vorstandsmitglieder einbringen, sondern die Einbeziehung weiterer kompetenter Vereinsmitglieder kann nützlich sein, um wirkungsvoll für den Verein und seine Ziele einzutreten. Der Verein kann dadurch auf kommunale Vorhaben Einfluß nehmen, wie z. B. auf die Gemeindeentwicklungskonzeption (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan u.ä.).

Vereinsvorsitzende wiesen darauf hin, daß es sehr nützlich für sie war, dazu und zu anderen, die Interessen der Vereinsmitglieder berührenden Fragen, gezielt und regelmäßig Gespräche mit Abgeordneten, kommunalen Einrichtungen, örtlichen Vorständen von Parteien und Organisationen zu führen.

Gleichfalls kann es von Vorteil sein, die Möglichkeiten der regionalen Medien zu erschließen, um die Öffentlichkeit über die Ziele und Tätigkeit des Vereins zu informieren und für die Probleme der Vereinsmitglieder (Grundstücksnutzer) zu sensibilisieren.

Durch Teilnahme und Mitwirkung an Veranstaltungen im Territorium kann der Verein darüber hinaus mit dazu beitragen, gemeinsam mit den ständigen Einwohnern für die Verbesserung der Lebensqualität in der Gemeinde zu wirken und unsoziale Maßnahmen der Kommune zu verhindern. Einzelne Vereine führen gemeinsam mit anderen Organisationen aus der Gemeinde Vereinsveranstaltungen, wie Frühjahrs- bzw. Sommerfeste durch, die dazu beitragen, die Beziehungen der Vereinsmitglieder zu den Einwohnern in der Gemeinde zu entwickeln und zu verstärken.

Bernd Lanius

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