Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Dringend nötige Entlastung

Podiumsdiskussion zur Tangentialen Verbindung Ost in Berlin

Es geht um Lebensqualität, es geht um Arbeitsplätze – mit dieser Aussage begründete Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf am 26. Oktober im Kulturhaus Karlshorst sein Eintreten für die Vollendung der Tangentialen Verbindung Ost (TVO). Eingeladen zu der Podiumsdiskussion, zu der über 250 Berlinerinnen und Berliner gekommen waren, hatten der VDGN und der Bürgerverein Karlshorst. VDGN-Präsident Peter Ohm stellte die zahlreichen Argumente vor, die für die TVO sprechen, die insbesondere eine Entlastung der Wohnquartiere in Biesdorf und Karlshorst vom inzwischen unerträglichen Durchgangsverkehr bringen würde. So wie er setzten sich auch der Vorsitzende des Bürgervereins Karlshorst Georg Abel, der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Mario Czaja und Andreas Köhler von der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus für den Bau des TVO-Teilstücks zwischen B1/B5 und der Straße An der Wuhlheide ein. Seine Zweifel meldete Stefan Ziller von der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Berliner Landesparlament an, wiewohl auch er die Notwendigkeit eines Verkehrskonzeptes für die Siedlungsgebiete sah.

Einigkeit unter den TVO-Befürwortern herrschte darüber, daß es nicht darum gehe, den Öffentlichen Personennahverkehr zu vernachlässigen. Für den müsse es ebenso zukunftsfähige Lösungen geben. Das Publikum beteiligte sich engagiert an der Debatte, wobei sichtbar wurde: Wer in den von der zunehmenden Verkehrsbelastung betroffenen Gebieten wohnt, favorisiert die TVO. Klar wurde an diesem Abend auch eines: Der Bau des fehlenden TVO-Teilstückes soll keine neuen Belastungen schaffen und deshalb auf der „Westtrasse“ zwischen Biesdorf durch Karlshorst erfolgen, wie sie die TVO-Arbeitsgruppe unter dem Dach des VDGN vorschlägt.

zurück