Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Runterdrehen

Sogar Berlins Senat weiß: Zwei Grad weniger Raumtemperatur, das bringt am meisten

Wie läßt sich mit dem geringsten Aufwand am meisten Energie sparen? Auf diese gute Frage hat Berlins Senat eigentlich längst eine gute Antwort gefunden. Sie ist nachzulesen in einem Bericht für das Abgeordnetenhaus (Drucksache 16/2416) über Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs in öffentlichen Gebäuden der Stadt.

Der mit Abstand effektivste Dreh beim Energie sparen ist danach der folgende: Man senkt die Temperatur in den Gebäuden um zwei Grad Celsius ab. Das kostet keinen Cent, bringt aber pro Jahr eine Einsparung von 1,843 Millionen Euro allein bei den Immobilien, die vom Land direkt und nicht von den Stadtbezirken verwaltet werden. Das ist fast soviel, wie sich durch den Austausch der Fenster (2,133 Millionen) in diesem Bereich abknapsen läßt. Nur daß der Fenstertausch 141,811 Millionen Euro kostet, was heißt, daß er sich erst etwa nach 66,5 Jahren amortisiert.

Für die Energieeinsparung bei Gebäuden des Landes Berlin ist nach dem Bericht völlig klar, welche Maßnahmen Vorrang haben. Neben dem Tieferlegen der Raumtemperatur gehören dazu eine energiesparende Beleuchtung oder auch der hydraulische Abgleich von Heizungsanlagen, die sich schnell rentieren. Was Berlin für seine eigenen Gebäude herausfand, zeigt deutlich: Das geplante Klimaschutzgesetz für Berlin siedelt fernab der Realität.

zurück