Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Vorstand im Amt bestätigt

Düsseldorf: Jahreshauptversammlung des Stadtverbandes der Kleingärtner e.V.

Auf der Jahreshauptversammlung des Stadtverbandes Düsseldorf, eines der mitgliedsstärksten Vereine/Verbände des VDGN, wählten 203 Delegierte aus 72 Kleingartenvereinen am 28. November 2008 ihren neuen Vorstand. Mit dieser Wahlentscheidung wurde der bisherige Vorstand im Amt bestätigt.

Der Stadtverband Düsseldorf tritt mit dem VDGN und der Bundesarbeitsgemeinschaft für ein modernes Kleingartenwesen zum Wohle der Kleingärtner ein.

Der Nachweis für ein progressives Wirken ist dem Stadtverband mit seinem Beitrag zum Gewinn der Goldmedaille im Rahmen des Grünwettbewerbs Entente Florale Europa für die Stadt Düsseldorf gelungen. In Anerkennung dieses Beitrags der Düsseldorfer Kleingärtner erfolgte die Preisverleihung an die besten Kleingartenanlagen im städtischen Wettbewerb durch den Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Dirk Elbers, am 4. November 2008 im Rathaus.

Durch konstruktives Zusammenwirken von Stadtverband und Stadtverwaltung wurde mit der umweltgerechten Entsorgung der Abwässer in den Kleingartenanlagen begonnen. Einbezogen waren bisher größere Anlagen, in denen aufgrund der größeren Mitgliederanzahl die Kosten durch die Mitglieder aufgebracht werden konnten. Bei kleineren Anlagen sind für die Zukunft Probleme zu lösen, da sich der Kostenanteil der einzelnen Kleingärtner nicht unbeträchtlich erhöht. An einer einvernehmlichen Lösung zwischen Stadtverband und Stadtverwaltung wird gearbeitet.

Ein weniger ersprießliches Thema sind die 3.600 Rückbau- und Abrißforderungen des Gartenamtes gegenüber Vereinen des Stadtverbandes. Diese Forderungen wurden nach Inaugenscheinnahme ohne Prüfung der Vertragsunterlagen und eines eventuellen Bestandsschutzes durch das Gartenamt erhoben. Hierin liegt ein erhebliches Konfliktpotential, das entschärft werden muß. Dazu wurden auf der Jahreshauptversammlung durch den 1. Vorsitzenden, Gartenfreund Peter Vossen, zwei Alternativen aufgezeigt. Entweder man gelangt zu einer gütlichen Einigung mit der Stadtverwaltung im Sinne der Einhaltung der Vertragsinhalte und dem durch das Bundeskleingartengesetz gegebenen Bestandsschutz für rechtmäßig errichtete Baulichkeiten und durch gerichtliche Entscheidungen erfolgten Konkretisierungen oder man packt das Kriegsbeil aus und führt einen unendlichen Krieg vor Gerichten, der den Gartenfreunden Geld und Nerven kosten kann.

Zum Inhalt des Bestandsschutzes für Baulichkeiten in Kleingärten verweisen wir auf den Beitrag zum Bestandsschutz in den alten Bundesländern. Gartenfreund Peter Vossen stellte auf der Versammlung klar, daß die Kleingärtner entschlossen sind, sich auch mit juristischen Mitteln zu wehren.

Vor der gerichtlichen Auseinandersetzung haben die Kleingärtner in Düsseldorf die Mobilisierung der Öffentlichkeit gesetzt. So haben die Gartenfreunde der KGA Kaiserwerth erreicht, daß der WDR in der Sendung Westpol über die Erscheinungsformen von Beamtenwillkür berichtete.

Unterstützt werden die Gartenfreunde in Düsseldorf auch durch Erfahrungswerte, die der VDGN in der Auseinandersetzung zum Bestandsschutz von Baulichkeiten in Kleingartenanlagen in Berlin sammeln konnte. Dies versicherte den Delegierten der anwesende Vizepräsident des VDGN, Dr. Michael Jagielski. Gartenfreund Peter Vossen beschwor die Delegierten in seinem Redebeitrag: „Sucht die Einigkeit untereinander und stärkt sie, sonst stehen wir alle bald auf verlorenem Posten.“

M.J.

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