Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Anschluß bis 2015

5000 Grundstücke in Berlin werden doch kanalisiert


5000 Berliner Grundstücke, die bisher nicht an die Kanalisation angeschlossen sind, sollen nun bis zum Jahre 2015 einer zentralen Entsorgung zugeführt werden. Das beschloß das Berliner Abgeordnetenhaus am 5. Juli kurz vor seiner Sommerpause. Damit erzielten der VDGN einen wichtigen Teilerfolg. Seit mehreren Jahren kämpft er nämlich dafür, auch jene 6500 Eigenheimgrundstücke an das Kanalnetz zu bringen, deren Anschluß von den Berliner Wasserbetrieben gar nicht mehr vorgesehen war. So machten die Betroffenen zum Beispiel beim Tag der Offenen Tür des Berliner Abgeordnetenhauses 2006 auf ihre Probleme aufmerksam. Die bestehen vor allem darin, daß sie das Abwasser aus einer dichten Grube abfahren lassen müssen. Das bringt nicht nur erhebliche Geruchsbelästigungen mit sich, sondern kostet pro Kubikmeter auch das Drei- bis Fünffache der Entsorgung per Kanal. Eine Zulassung von modernen Kleinkläranlagen, die ebenso eine Lösung der Probleme hätte bringen können, verweigert der Berliner Senat bis heute.

Durchaus nicht befriedigend am Beschuß des Abgeordnetenhauses ist der Umstand, daß etwa 1500 Grundstücke übrig bleiben, für die noch keine befriedigende Lösung vorliegt. Außerdem werden viele Eigentümer der bislang nicht angeschlossenen Grundstücke in der langen Zeit bis 2015 mit den hohen Kosten für die Grubenabfuhr belastet. Der VDGN tritt weiterhin dafür ein, hier eine Gleichbehandlung einzuführen, so daß die Kubikmeterpreise bei der Grubenentleerung nicht höher liegen als bei der Einleitung in die Kanalisation.

Der größte der Teil der Grundstücke, deren Kanalisation die Berliner Wasserbetriebe (BWB), die noch mehrheitlich der öffentlichen Hand gehören, nicht mehr angehen wollte, befindet sich am Rande Ost-Berlins in den Stadtbezirken Pankow, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick. Die BWB haben nun schon langfristig eine Erhöhung des Abwasserpreises um 1,6 Cent pro Kubikmeter angekündigt.

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