Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Den Braunkohleabbau lehnen wir ab

Fragen an Jürgen Seidel, CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern

Zum geplanten Braunkohlentagebau im Landkreis Ludwigslust übersandten wir drei Fragen an Jürgen Seidel, der bei der Landtagswahl im Mecklenburg-Vorpommern am 17. September als Spitzenkandidat für die CDU antritt.

Es gibt das Vorhaben, in der Griesen Gegend in der Nähe des mecklenburgischen Städtchens Lübtheen Braunkohle in einem großen Tagebau abzubauen. Viele Menschen in der Region fürchten eine ähnliche Landschaftsverwüstung, wie man sie zum Beispiel aus dem Lausitzer Braunkohlerevier kennt, inklusive der Abbaggerung ganzer Dörfer. Wie stehen Sie als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu diesem Vorhaben?
Die sehr gute Entwicklung des Tourismus als Wirtschaftszweig in Mecklenburg-Vorpommern darf nicht beeinträchtigt werden. Deshalb lehnen wir beispielsweise den Braunkohleabbau in der Griesen Gegend im Landkreis Ludwigslust aber auch den Luft-Boden-Schießplatz in der Kyritzer-Ruppiner Heide ab. 

In der betroffenen Region am südwestlichen Rande Mecklenburgs ist durchaus die Erinnerung lebendig an Aussiedlungen von Menschen aus dem Grenzgebiet, die zu DDR-Zeiten erfolgt sind. Der Braunkohleabbau wäre ebenfalls mit Umsiedlungen verbunden, bei denen Menschen ihre angestammten Heimatdörfer verlassen müßten - das heißt auch ihre Häuser und Grundstücke, die sie über Jahrzehnte liebevoll gepflegt und erhalten haben. Halten Sie das für verantwortbar?
Wie gesagt, die CDU lehnt den Braunkohleabbau in der Griesen Gegend im Landkreis Ludwigslust ab. Insoweit ist davon auszugehen, dass bei einem Erfolgt der CDU am 17. September und der nachfolgenden Übernahme der Regierungsverantwortung auch keine Umsiedlungen notwendig sein werden.

Sie sind Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Viele, die vom Tourismus leben, befürchten negative Auswirkungen des geplanten Tagebaus für diese Branche. Und das nicht nur in der betroffenen Region, sondern für den Ruf Mecklenburg-Vorpommerns als Ferienland insgesamt. Teilen Sie diese Befürchtungen?
In der Tat würde die sehr gute Entwicklung des Tourismus als Wirtschaftszweig in Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Ludwigslust bedroht werden.

Fragen: Ulrike Schulz


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