Verband Deutscher Grundstücksnutzer

20.12.2012

Windparks auch auf die Schwäbische Alb!

VDGN-Kritik an Bundesbedarfsplangesetz. Verbrauchsnahe Stromerzeugung und Entschädigung von Grundstückseigentümern nötig

Zu dem von der Bundesregierung beschlossenen Bedarfsplangesetz für den Ausbau der Stromnetze erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

Ein vernünftiger Plan sieht anders aus. Die Bundesregierung findet sich damit ab, daß der Norden mit Windkraftanlagen zugepflastert wird, um dann den Strom in die verbrauchsstarken Bundesländer des Südens zu leiten, die keine eigenen Anstrengungen zu einer standortnahen Energierzeugung unternehmen. Das geht zu  großen Teilen zu Lasten der Eigentümer von Wohngrundstücken in den nördlichen Bundesländern, die erhebliche Beinträchtigungen ihrer Lebensqualität und beträchtlichen Wertverlust ihrer Immobilien hinnehmen müssen, von der damit verbundenen Natur- und Landschaftszerstörung ganz zu schweigen.

Bezeichnenderweise ist all das mit einem Abbau von Rechtsstaatlichkeit verbunden, indem die Klagemöglichkeiten gegen neue Stromtrassen auf das Bundesverwaltungsgericht begrenzt werden.

Der VDGN erneuert seine Forderung nach einer verbrauchsnahen Produktion erneuerbarer Energie. Die Höhenzüge der Schwäbischen Alb in dem von einem grünen Ministerpräsidenten regierten Baden-Württemberg sind für Windparks nicht weniger geeignet und auch nicht landschaftlich wertvoller als die Uckermark. Wo Beeinträchtigungen für die Nutzung von Grundstücken entstehen, müssen deren Eigentümer wenigstens finanziell entschädigt werden. Das ist gesetzlich zu regeln und auch finanziell möglich, da die Stromerzeuger und die Anleger in Windparks satte Gewinne einstreichen.