Verband Deutscher Grundstücksnutzer

20.03.2015

Verzögernder Staatssekretär

Berlin: Verzögerter Baubeginn bei der Tangentialen Verbindung Ost? Der Grund dafür ist nicht der vierspurige Ausbau

Zu Presseberichten über eine Verzögerung des Baustarts für die Tangentiale Verbindung Ost (TVO) im Südosten Berlins erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm: 

Wenn jetzt der angeblich plötzlich ins Auge gefaßte viersprurige Bau des TVO-Teilstücks zwischen Märkischer Allee und Straße An der Wuhlheide als Grund für einen verzögerten Baustart ins Feld geführt wird, dann ist das einfach nicht richtig.

Der VDGN und die Betroffenen sind immer von einem vierspurigen Ausbau der TVO ausgegangen, damit nicht von vornherein ein neues Nadelöhr erzeugt wird. Zum vierspurigen Ausbau haben sich 2011 SPD und CDU in ihrer Koalitionsvereinbaruung bekannt. Und auch die beteiligten Berliner Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Lichtenberg haben bei der von ihnen gemeinsam favorisierten Trassenvariante einen vierspurigen Ausbau zugrunde gelegt. Ebenso geht der seit Jahren vorliegende Kostenvoranschlag des Senats von 80 Millionen Euro von einem viersprurigen Ausbau aus.

Wer allerdings immer mal wieder einen zweispurigen Ausbau ins Gespräch gebracht hat, ist Staatssekretär Christian Gaebler von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, der ganz offensichtlich kein Freund des TVO-Projekts ist. Herr Gaebler war es auch, der einen bürgerunfreundlichen Trassenverlauf durchgängig auf der Ostseite des Bahndammes zwischen Biesdorf und Karlshorst durchsetzen wollte.

Gut, daß jetzt im Planfeststellungsverfahren alle Trassenvarianten geprüft werden – bis auf eine: Herrn Gaeblers Wunsch-und Ausbremservariante: der zweispurige Ausbau.