Verband Deutscher Grundstücksnutzer

05.04.2012

Verbraucher systematisch abgezockt

Bundeskartellamt muß konsequent in Sachen der Berliner Gasag ermitteln

Zur Klage des Ex-Aufsichtsratschefs des Berliner Gasversorgers Gasag Karl Kauermann gegen die Gasag wegen Preisabsprachen erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

Die Verbraucher bekommen mehr und mehr den Eindruck, systematisch an der Nase herumgeführt und abgezockt zu werden, ohne daß noch irgendein Regulierungsmechanismus zu ihren Gunsten greift. Mit der Liberalisierung der Energieversorgung wurde ihnen versprochen, es werde der Markt sein, der alles richte. Wir sehen das Ergebnis: Auf dem Markt einigen sich die Großen mit dem gemeinsamen Ziel, beim Endverbraucher möglichst viel abzukassieren.

Aber auch der Staat versagt hier. Dem Bundeskartellamt war es bisher offensichtlich nicht möglich, wirklich Einblick in die Geschäftspraktiken des Großversorgers Gasag mit seinen 700.000 Kunden sowie die Absprachen von dessen Anteilseignern zu erlangen. Ansonsten hätte die Behörde hier längst ein Stopzeichen setzen müssen. Im Interesse der Verbraucher sollte das Bundeskartellamt seine Ermittlungsbefugnisse konsequent nutzen, um dem großen Mißbrauchspotential auf dem Gebiet der Energieversorgung entgegenzuwirken.