Verband Deutscher Grundstücksnutzer

19.07.2012

Transparenz beim Berliner Notarskandal nötig

VDGN fordert umfassende Aufklärung als vertrauensbildende Maßnahme

Zu Presseberichten über die Verhaftung des Notars Marcel Eupen wegen dessen mutmaßlicher Beteiligung bei Geschäften mit "Schrottimmobilien", erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

Viele Bürgerinnen und Bürger sind verunsichert. Sie haben berechtigten Grund zu der Annahme, daß Notare nicht in jedem Fall als unabhängige und unparteiische Instanz agieren. Deshalb gehört neben gesetzlichen Vorkehrungen gegen dubiose Praktiken beim Beurkunden von Geschäftsabschlüssen mit „Schrottimmobilien“ zu den dringend notwendigen vertrauensbildenden Maßnahmen eine lückenlose und öffentlich transparente Aufklärung des Berliner Notarskandals, der mit einem Verdacht gegen den kurzzeitigen Berliner Justizsenator Michael Braun begonnen hatte. Derzeit erzeugen die Vorgänge und die Berichterstattung über sie den Eindruck, daß die Strafverfolgungsbehörden exklusiv gegen einen Notar vorgehen, der maßgeblich an der öffentlichen Bloßstellung dubioser Notar-Praktiken beteiligt war.  Die Stichhaltigkeit der Vorwürfe gegen Eupen können wir nicht beurteilen. Wir fordern eine umfassende Untersuchung der insgesamt skandalösen Vorgänge. Wer daran beteiligt war, als Mitternachts- und Wochenendnotar, unkundige Käufer zu übertölpeln, dem gehört das Handwerk gelegt.