Verband Deutscher Grundstücksnutzer

26.10.2012

Müllentsorgung in Berlin: Gleichzeitig zwei Preiserhöhungen für Eigenheimer

VDGN fordert: Mindestentsorgungsmenge beim Restmüll reduzieren

Zur angekündigten Preiserhöhung der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) für die Müllabfuhr und die Straßenreinigung erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

Statt die Preise für ihre Leistungen zu erhöhen, hätte die BSR erst einmal die zwangsweise zu bezahlende Mindestentsorgungsmenge von 30 Litern Restmüll pro Woche reduzieren sollen, die vor allem die Eigenheimer in den Siedlungsgebieten belastet. Denn soviel Restmüll produziert kaum ein Haushalt. Die meisten Betroffenen bezahlen so für die Abfuhr großer Mengen Berliner Luft. Das wird sich noch verschärfen, wenn ab 2013 das einheitliche Sammelsystem für Wertstoffe eingeführt wird, das wir durchaus begrüßen. Dann nämlich sinkt noch einmal die Menge des Restmülls, der nicht mit Wertstoff-, Bio und Papiertonnen erfaßt wird.  Die grauen Tonnen werden dann eigentlich noch weniger gelehrt werden müssen als jetzt. Genau genommen haben es die Eigenheimer also mit zwei Preiserhöhungen zu tun, wenn die Mindestentsorgungsmenge von 30 Litern beibehalten wird.

Nicht vergessen sollte man auch: Mit ihrer direkten Preiserhöhung läßt die BSR die Bürger auch für die hohen Kosten bezahlen, die sie produziert hat, als sie unbedingt flächendeckend ihr alleiniges Wertstofferfassungssystem OrangeBox einführen mußte.