Verband Deutscher Grundstücksnutzer

20.02.2013

Weitere Ampel auf Grün gestellt

VDGN zu jüngster Einigung über Tangentiale Verbindung Ost in Berlin: Vorhaben noch nicht am Ziel. Unterschriftensammlung „Pro TVO“

Laut Pressemeldungen haben sich die Berliner Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Lichtenberg darauf geeinigt, für den Bau der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) eine Trassenführung östlich des Bahndamms zwischen Karlshorst und Biesdorf zu akzeptieren. Dazu erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

Der VDGN kämpft seit langer Zeit für die Vollendung der TVO zwischen der Märkischen Allee und der Straße an der Wuhlheide. Denn es geht uns darum, die Siedlungsgebiete im Südosten Berlins weitestmöglich von unverträglichen Verkehrsbelastungen zu befreien. Deshalb begrüßen wir die Einigung der Bezirke, weil sie für den Bau der TVO eine weitere Ampel auf Grün stellt.

Am Ziel aber sind wir nicht. Denn der zuständige Ausschuß des Berliner Abgeordnetenhauses und das Plenum des Parlaments müssen noch beschließen, die TVO in die Investitionsplanung des Landes Berlin bis 2017 aufzunehmen. Deshalb hat der VDGN eine Unterschriftensammlung in den Siedlungsgebieten Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf für die Vollendung der TVO gestartet. In nur wenigen Tagen sind beim VDGN dabei schon rund 2500 Unterschriften eingegangen. Sämtliche Haushalte in Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf erhalten die Unterschriftsbögen erst mit dem heutigen Tag.

Nicht nur der VDGN hat gute Argumente, die für eine TVO-Trasse westlich des genannten Bahndamms sprechen. Die östliche Trassenführung ist der Wille der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dem die drei genannten Bezirke nun in ihrer Gesamtheit zustimmen. Diese Tatsache müssen wir akzeptieren. Über die strittigen Probleme im Zusammenhang mit der TVO wird letztlich im Planfeststellungsverfahren entschieden. Der VDGN wird gerade auch im Zuge dieses Verfahrens gegen nicht gerechtfertigte Planungen vorgehen, notfalls vor Gericht.