Verband Deutscher Grundstücksnutzer

13.06.2012

Veolia bekommt kalte Füße

VDGN-Vizepräsident warnt Berliner Senat: Rekommunalisieren nicht um jeden Preis

Zu der Absicht von Veolia, seine Anteile an den Berliner Wasserbetrieben - wie auch schon von RWE angekündigt - zurückzugeben, erklärt der Vizepräsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) Eckhart Beleites:

Rekommunalisieren ja, aber doch nicht um jeden Preis! Erst RWE, dann Veolia aus der Verantwortung zu entlassen, kann den Berlinerinnen und Berlinern sehr teuer zu stehen kommen.

Sie interessiert in erster Linie, daß endlich die überhöhten Wasser- und Abwasserpreise fallen. Die Pläne des Berliner Senats für eine Kreditaufnahme zum Rückkauf der Anteile bedeuten jedoch das Gegenteil: In diesem Fall werden die Kunden die Zeche zahlen müssen mit gleichbleibend überhöhten und möglicherweise sogar noch steigenden Wasserpreisen. Davor warnen wir nachdrücklich. Ein Rückkauf der Anteile muß definitiv an eine Senkung der Wasser- und Abwasserpreise um 30 Prozent geknüpft sein. Alles andere wäre zum Schaden der Berlinerinnen und Berliner.

Der VDGN kämpft seit seiner Gründung 1994 für eine stabile Öffentliche Daseinsvorsorge und transparente, nachvollziehbare Preisgestaltung auch bei Wasser und Abwasser. Dieser mit vielen anderen Akteuren geführte Kampf trägt erste Früchte. Und nun bekommen RWE und Veolia kalte Füße. Sie jetzt einfach aus der Verantwortung zu entlassen, ist nicht zu verantworten!