Verband Deutscher Grundstücksnutzer

13.10.2011

VDGN zum Nachtflugurteil des Bundesverwaltungsgerichts

Für politische Lösung und mehr Mittel beim Schallschutz

Das Bundesverwaltungsgericht hat Klagen zurückgewiesen, das Nachtflugverbot für den Flughafen Schönefeld auf die Zeit von 22 bis 6 Uhr zu erweitern. Dazu erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

 Das Urteil, so enttäuschend es für die Betroffnenen ist, bestärkt den VDGN in seiner Haltung, verstärkt für den Schutz der Betroffenen vor der Lärmbelästigung durch den Flugbetrieb zu kämpfen. Wir fordern, daß verbindlich ausreichende Mittel für den Schallschutz bereitgestellt werden. Die vom Flughafen bis jetzt kalkulierten 140 Millionen Euro reichen bei weitem nicht aus. Es sind dafür mindestes 750 Millionen Euro nötig.

Geschaffen haben das Problem allerdings nicht die Leipziger Richter, sondern die Planer des Flughafens und die politisch Verantwortlichen in Berlin und Brandenburg. Sie müssen jetzt in Sachen Nachtflügen eine Lösung herbeiführen, indem sie die Ruhezeit von sich aus auf die Periode von 22 bis 6 Uhr erweitern. Sollten sie hier stur bleiben, müßte noch einmal darüber nachgedacht werden, die Belastungen durch den Flughafenbetrieb gleichmäßiger zu verteilen. Schon heute sieht im Südosten Berlins und in betroffenen Gebieten Brandenburgs niemand ein, warum Villengebiete im Südwesten Berlins vollkommen von der Übernahme von Lasten verschont bleiben.