Verband Deutscher Grundstücksnutzer

17.10.2011

VDGN-Strafanzeige gegen Flughafenbetreiber

Betroffene von BBI Schönefeld werden mit falschen Lärmpegelwerten getäuscht

Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) hat gegen die Mitglieder der Geschäftsführung der Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS) Strafanzeige erstattet. Der Grund: Nach Feststellungen des VDGN besteht der begründete Verdacht, daß die FBS die von den Lärmimmissionen des derzeit im Bau befindlichen Flughafens BBI betroffenen Bürger bewußt über die tatsächliche Belastung getäuscht hat. Nach einem Gutachten, das der VDGN bei der Dr. Fuld Ingenieurgesellschaft in Bad Homburg in Auftrag gegeben hat, sind von der FBS für die Lärmimissionen wesentlich zu niedrige Maximalpegelwerte angegeben worden. Das geschah mutmaßlich, um Kosten für die vom Planfestellungsbeschluß vorgeschriebenen Lärmschutzmaßnahmen zu sparen.

VDGN-Präsident Peter Ohm: „Die Betroffenen trifft ein Tiefschlag nach dem anderen. Ständig wird das Gewinnstreben vor den Schutz ihrer Gesundheit gestellt. Erst werden sie über die tatsächlichen An- und Abflugrouten getäuscht. Dann gibt ihnen das Bundesverwaltungsgericht Bescheid, daß ihr Nachtschlaf nicht so wichtig sei und ein Flugverbot von 22 bis 6 Uhr nicht sein müsse. Und nun sollen sie sich auch noch Tricksereien beim Schallschutz gefallenlassen. Das trifft auf unseren energischen Widerspruch. Ordnungsgemäße Lärmschutzmaßnahmen sind das Mindeste, was die von Fluglärm malträtierten Menschen erwarten dürfen.“