Verband Deutscher Grundstücksnutzer

17.01.2011

Starrsinn schadet der Umwelt

Berlin: VDGN fordert Senkung des Mindestvolumens bei Müll auf 15 Liter pro Woche

Die Diskussion um ein effizientes und umweltschonendes Abfallwirtschaftskonzept geht im Berliner Abgeordnetenhaus in die nächste Runde. Peter Ohm, Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), stellt dazu fest:

Mit der Genehmigung der neuen Tarife der landeseigenen Berliner Statdreinigung (BSR) hat der Umweltsenat unter Senatorin Lompscher auch das Festhalten am Mindestvolumen beim Restmüll von 30 Liter je Haushalt und Woche gutgeheißen. Und das obwohl es erklärte Absicht ist, mit der großflächigen Aufstellung von Wertstofftonnen den Anteil des Restmülls deutlich zu reduzieren.

Wo bleibt denn da aber bitteschön die Logik? Soll in den Restmüll-Tonnen zukünftig weniger Inhalt sein, muß doch der Verbraucher davon auch einen Vorteil haben. Zum Beispiel in Form von reduziertem Mindestvolumen und damit geringeren Gebühren. Weniger Müll, weniger Kosten. So könnte man den Verbraucher zum Trennen anspornen. Mit der Erhöhung der Gebühren zum 1. Januar dieses Jahres hat sich die Restmüll-Entsorgung vor allem für Eigenheimbesitzer, die vorrangig die kleineren Tonnen nutzen, sogar noch verteuert. Erhebungen zeigen inzwischen, daß bei kleineren Haushalten sogenannte Fehlbefüllungen zugenommen haben. In die Restmüll-Tonnen kommen nach wie vor auch recycelbare Stoffe, um am Ende auf die 30 Liter Füllmenge in der Woche zu kommen. Anstatt durch Trennung Wertstoffe recyceln zu können, landen diese mit dem Müll wieder in der Verbrennung.

Das sture Festhalten am Mindestvolumen ist eindeutig kontraproduktiv. Der VDGN fordert deshalb seit längerem von den Verantwortlichen eine Reduzierung des Mindestvolumens auf 15 Liter je Haushalt und Woche. Das spart nicht nur Gebühren für den Verbraucher sondern ist auch durch geringeren Kohlendioxid-Ausstoß umweltschonender.