Verband Deutscher Grundstücksnutzer

10.12.2010

Senat muß jetzt die Alternativ-Varianten prüfen!

Berlin: Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums bringt neue Kosten-Gegebenheiten für Tangentiale Verbindung Ost

Nach dem VDGN vorliegenden Informationen wird der Bund keine Mittel für den Ausbau der Bahnverbindung Berlin – Frankfurt (Oder) innerhalb Berlins bereitstellen. Geld gibt es nur für die Erhaltung der bestehenden Infrastruktur auf dieser Strecke. Damit wird auch das Projekt eines Ausbaus der Straßenbrücke über die Strecke Berlin -Frankfurt/Oder am S-Bahnhof Wuhlheide zu den Akten gelegt, weil es keine Notwendigkeit mehr gibt, diese Brücke an die Gegebenheiten von Zügen mit höheren Geschwindigkeiten anzupassen.

Die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums hat für die Planung der Verkehrswege im Osten Berlins gravierende Folgen. Dazu erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

„Wenn die Brücke am S-Bahnhof Wuhlheide bleibt, wie sie ist, müssen die Vorstellungen des Senats für den Bau der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) gründlich überprüft werden. Denn es entfällt das Kostenargument, mit dem die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für das fehlende TVO-Teilstück zwischen Märkischer Allee und der Straße An der Wuhlheide eine Trasse östlich der Bahnlinie zwischen Biesdorf und Karlshorst favorisiert. Die TVO-Ostvariante sollte die ausgebaute Brücke am S-Bahnhof Wuhlheide nutzen. Einen großen Teil der Kosten für den Brückenausbau hätte die Deutsche Bahn – gespeist aus Bundesmitteln – übernommen. Für eine Ost-Variante müßte also das Land Berlin den praktischen Neubau der Brücke, die jetzt nur über eine Tragfähigkeit von 12 Tonnen verfügt, vollkommen selbst finanzieren. Kostenvorteile für die Ost-Variante können damit nicht mehr ins Feld geführt werden. Wir fordern deshalb die Senatsverwaltung dringlich auf, sich nun den vorgeschlagenen Alternativ-Varianten für die TVO zuzuwenden und ihre starre Favorisierung der Ost-Trasse zu beenden.“