Verband Deutscher Grundstücksnutzer

25.06.2012

Schallschutz ohne Wenn und Aber!

Anwohner dürfen nicht Leidtragende offensichtlicher Mißwirtschaft beim BER-Projekt sein

Zum Aufschrei der Flughafen-Geschäftsführung und des Aufsichtsrates, daß der Schallschutz am künftigen Flughafen BER nun deutlich teurer wird als die bisher genannten völlig unrealistischen 157 Millionen Euro, erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

Es paßt in das katastrophale Bild von den verantwortlichen Akteuren, daß sie die Regelungen zum Schallschutz im schon lange verabschiedeten Planfeststellungsbeschluß selbst nicht ernstnahmen. Und offenbar stießen auch die ungezählten Hinweise und Mahnungen der Betroffenen in Bürgerforen und -veranstaltungen auf taube Ohren. Jetzt von „Luxusschallschutz“ zu reden, ist an Ignoranz gegenüber den Betroffenen, die nur ihre verbürgten Rechte einfordern, nicht zu überbieten!

Bereits im Mai veröffentlichte der VDGN realistische Zahlen aufgrund eigener Kostenermittlungen, wonach 750 Millionen Euro für den notwendigen Schallschutz einzuplanen sind – wie jetzt auch von der FBB eingeräumt werden mußte.

Die Gesellschafter des künftigen Flughafens BER stehen in der Pflicht, die Lärmschutz-Regelungen des Planfeststellungsbeschlusses endlich umzusetzen und den FBB-Antrag auf Minderung des Schallschutzes zu stoppen. Es kann nicht sein, daß die Flughafenanwohner die Leidtragenden einer offensichtlichen Mißwirtschaft sein sollen, die dazu führt, daß die Kosten aus dem Ruder laufen.