Verband Deutscher Grundstücksnutzer

08.05.2012

Nicht nur der Brandschutz, auch der Schallschutz fehlt

VDGN fordert: Verbleibende Zeit jetzt mit Hochdruck für den Lärmschutz beim Flughafen Schönefeld nutzen

Zur verschobenen Eröffnung des Großflughafens Schönefeld erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

Die peinliche Pleite um die abgesagte Eröffnung des neuen Flughafens zeigt wiederum: Im Denken der Verantwortlichen stehen Leben und Gesundheit von Menschen hintenan. Ansonsten nämlich hätte nicht die Notbremse wegen der Brandschutzmängel bei diesem gigantischen, milliardenteuren Bau gezogen werden müssen.

Doch dem neuen Flughafen fehlen nicht nur sichere Vorkehrungen für den Brandschutz. Ganz schlecht bestellt ist es auch um den Schallschutz der vom Fluglärm betroffenen Menschen in der Region bestellt. Nur ein Bruchteil der erforderlichen Schallschutzmaßnahmen ist bisher realisiert worden. Wir fordern, die nun bis zum neuen Eröffnungstermin verbleibende Zeit mit Hochdruck dafür zu nutzen, einen tatsächlich ausreichenden Schallschutz zu realisieren. Dafür können nur die Vorgaben des Planfestellungsbeschlusses der Maßstab sein und nicht die derzeit von der Flughafengesellschaft vorgenommenen Interpretationen, die zu uneffektiven Billiglösungen führen.

Wird dieses nicht realisiert, kann es den Brandeburger und Berliner Regierungschefs Matthias Platzeck und Klaus Wowereit durchaus passieren, daß sie im Herbst wieder einer peinlichen Pressekonferenz zur erneuten Verschiebung des Eröffnungstermins beiwohnen müssen. Der VDGN wird für den Fall, daß die Lärmschutzmaßnahmen weiter so sträflich vernachlässigt werden, alles dafür tun, einen weiteren Aufschub zu bewirken.