Verband Deutscher Grundstücksnutzer

25.06.2013

Kontraproduktive Erhöhung

Erneute Anhebung der Grunderwerbssteuer in Berlin erschwert Erwerb von Wohneigentum

Zur Einigung der Berliner Regierungskoalition, die Grunderwerbssteuer im Land Berlin auf 6 Prozent zu erhöhen, erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

Das ist kontraproduktiv. Schon bei der Grundsteuer langt Berlin bundesweit am kräftigsten zu. Nun setzt es sich auch bei der Grunderwerbssteuer mit an die Spitze. Mit dieser zweiten Erhöhung der Grunderwerbssteuer in kurzer Zeit wird es jungen Normalverdiener-Familien zunehmend erschwert, Wohneigentum in Berlin zu erwerben. Sie müssen nach Brandenburg ausweichen, wo Grunderwerb- und -besitz weniger kosten als in Berlin. Auf diesem Wege übrigens verliert Berlin Gelder aus dem Länderfinanzausgleich.

Auch dem erklärten Ziel der Regierungskoalition, in Berlin mehr bezahlbare Mietwohnungen zu schaffen, ist nicht gedient. Denn selbstverständlich schlagen sich höhere Kosten für den Grundwerwerb in den Mieten nieder.