Verband Deutscher Grundstücksnutzer

08.09.2014

Berlin: VDGN schlägt Flatrate für die Gartenbewässerung vor

Verband will Wasserverbrauch der Berliner steigern und den Grundwasserspiegel senken helfen

Die Machbarkeit einer Flatrate für die Gartenbewässerung in einem Modellprojekt zu erproben, diesen Vorschlag hat der Verband Deutscher Grundstücksnutzer e.V. (VDGN) auf Beschluß seines Präsidiums mit Vertretern des Berliner Senats sowie des Berliner Abgeordnetenhauses diskutiert. VDGN-Vizepräsident Eckhart Beleites erklärt dazu:

„Berlin hat nicht nur ein Problem mit zu viel Wasser, an manchen Orten ist es auch auffällig trocken. Darunter leiden das städtische Grün und die Gärten der Hausbesitzer in den Siedlungsgebieten. Würden sie das Wasser aus der Leitung in Größenordnungen zum Gießen verwenden, so wäre die nächste Wasserrechnung angesichts ihrer exorbitanten Höhe ein Schock. Bei den Wasserpreisen, das ist nicht neu, muß sich etwas ändern! Der VDGN schlägt deshalb - neben vielen anderen Maßnahmen - eine Flatrate für die Gartenbewässerung vor.

Wie wäre es, dies vor Ort in einem Modellprojekt zu überprüfen? Der Ansatz könnte so aussehen: Ein vorher ermittelter Wasser-Durchschnittsverbrauch wird dem Hausbesitzer zum Tarifpreis berechnet. Für den darüber hinausgehenden Wasserverbrauch muß er dann lediglich die anfallenden Betriebskosten zahlen. Angenommen, der Durchschnittsverbrauch liegt bei 100 Kubikmeter Wasser pro Haushalt – dafür würden die Wasserbetriebe zur Zeit 1,82 Euro pro Kubikmeter in Rechnung stellen. Für die zusätzlich entnommene Wassermenge wären dann nur noch – geschätzte - 20 bis 30 Cent pro Kubikmeter zu entrichten.

Ein solches Modell würde dazu beitragen, den Wasserverbrauch besonders in trockenen Siedlungsgebieten deutlich zu erhöhen. Die damit verbundene höhere Grundwasserentnahme und´Umverteilung´ des Lebenselixiers dorthin, wo es nötig gebraucht wird, könnte auch das Problem hoher Grundwasserstände in anderen Gebieten wenigstens ansatzweise mildern helfen. Gleichzeitig würden die Aufwendungen der Wasserbetriebe für Rohrspülungen sinken.

Der Senat hat gerade den Forderungen des VDGN, Betroffene im Kampf gegen Grund- und Schichtenwasser zu unterstützen und damit seiner Verpflichtung zur Daseinsvor-sorge nachzukommen, eine unmißverständliche Abfuhr erteilt. Davon läßt sich der VDGN aber nicht beirren und arbeitet mit Fachleuten und Mitgliedern weiter an einem ganzen Maßnahmepaket zur Lösung der drängenden Wasserproblematik. Unser Vorschlag für eine Gartenbewässerungs-Flatrate gehört dazu.“