Verband Deutscher Grundstücksnutzer

13.02.2015

BER-Flughafen: Nicht mal ein Zehntel der Häuser hat schon Schallschutz

VDGN-Stellungnahme zur Anhörung im Sonderausschuß des Brandenburger Landtages am 16. Februar 2015

Weniger als 10 Prozent der Häuser im Umfeld des neuen Flughafens BER haben bisher Schallschutz erhalten. Und: Allein im Bereich der Südbahn, die ab Mai zeitweise in Betrieb genommen werden soll, wird es insgesamt etwa vier Jahre dauern, bis die Schallschutzarbeiten an den Häusern ausgeführt sein werden. Denn es stehen viel zu wenige vertraglich gebundene Firmen für diese anspruchsvollen Arbeiten zur Verfügung.

Das sind Tatsachen, auf die der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) in seiner Stellungnahme zur Anhörung im Sonderausschuß BER des Brandenburger Landtages am 16. Februar 2015 aufmerksam macht.

Dazu VDGN-Präsident Peter Ohm: „Wir haben es mit einer ungeheuerlichen Verschleppung beim Schallschutz am BER zu tun. Man muß sich ja vergegenwärtigen: Der Flughafen sollte schon 2012 in Betrieb gehen. Und 2015 verfügt nicht ein mal ein Zehntel der Häuser über den notwenigen Schallschutz.  In vielen Fällen ist der Schallschutz zudem mangelhaft, weil schon die Erfassung des Gebäudezustandes nicht  korrekt erfolgt. Das wissen wir aus der Beratung zahlreicher betroffener Hauseigentümer. Nicht hinnehmbar ist außerdem der Tatbestand, daß vielen Betroffenen der Schallschutz ganz oder teilweise verweigert wird, weil Raumhöhen, Raumgrößen oder Fensterflächenanteile nicht den von der Flughafengesellschaft ersonnenen Kriterien entsprechen.

Die Anhörung des Sonderausschusses BER beginnt am 16. Februar 2015 um 10 Uhr. Sie findet im Raum 1.070 a/b des Landtages Brandenburg, Alter Markt 1, 14467 Potsdam statt. Die Anhörung ist öffentlich.