Verband Deutscher Grundstücksnutzer

14.09.2010

Anlieger bezahlen mit ihrer Gesundheit

Tangentiale Verbindung Ost nicht auf die lange Bank schieben

Die nächste Abgeordnetenhauswahl in Berlin wirft offenbar ihre Schatten voraus. Denn nicht anders ist zu bewerten, daß die Linke als eine Partei der Regierungskoalition im Berliner Abgeordnetenhaus erneut die Entscheidung zum Weiterbau der Stadtautobahn A100 verschoben hat. 

Peter Ohm, Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN):

„Auch mit der Vollendung der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) tut man sich schwer. Mit jedem Tag, da der Bau verschoben wird, müssen die Bewohner vor allem in den Siedlungsgebieten erhebliche Einbußen in der Lebensqualität und gesundheitliche Schäden hinnehmen.“ Der VDGN fordert, daß endlich auch die Stellungnahmen und Vorschläge der Bezirke auf den Tisch kommen und eine schnelle Entscheidung getroffen werden kann. Peter Ohm, VDGN-Präsident. „Wenn jetzt die Mittel zur Planung der TVO freigegeben würden, könnte 2015 mit dem notwendigen Bau begonnen werden.“ Schon jetzt würden sich nach Untersuchungen des VDGN 22.400 Autos täglich durch das Siedlungsgebiet in Biesdorf drängen. Das sei für die Anwohner unerträglich.

Der VDGN fordert seit langem den schnellen TVO-Baubeginn. Präsident Peter Ohm: „Denn spätestens mit der Eröffnung des Flughafens BBI wird der Durchgangsverkehr in noch unkalkulierbare Höhen steigen. Das Taktieren und Aussitzen vom Problemen ist nie die richtige Lösung, weil sie auf dem Rücken des kleines Mannes ausgetragen wird. Die Quittung könnte es dann für die Parteien am Wahltag geben.“