Verband Deutscher Grundstücksnutzer

21.01.2013

Verdrängung von Kleingärten in Berlin beenden

VDGN fordert Programm für baurechtliche Sicherung als Dauerkleingartenanlagen

Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) fordert den Berliner Senat auf, den Bestand an Kleingärten in Berlin zu erhalten und effektive Schutzmaßnahmen für bedrohte Kleingartenflächen zu ergreifen. Aktueller Anlaß dafür ist die vorgesehene Kündigung von 150 Kleingärten in der Kolonie Oynhausen im Stadtbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, auf deren Fläche Luxuswohnungen errichtet werden sollen.

VDGN-Präsident Peter Ohm: „Wir  begrüßen durchaus Initiativen, um in Berlin durch verstärkten Wohnungsbau den Anstieg der Mieten zu bremsen, damit es nicht zu Verhältnissen wie in München oder Hamburg kommt. Dazu werden aber keine Kleingartenflächen benötigt. Denn im Stadtgebiet gibt es genügend bislang ungenutzte Flächen, die für den Wohnungsbau verwendet werden können. Schon gar nicht dürfen Kleingärten spekulativen Machenschaften im Zusammenhang mit Luxusprojekten zum Opfer fallen, wie das bei der Kolonie Oeynhausen offensichtlich der Fall ist.

Das Land Berlin sollte sich endlich davon verabschieden, der Öffentlichkeit mit der Verhängung von ´Schutzfristen´ eine Sicherung von Kleingartenflächen vorzugaukeln. So stehen allein mit dem Ablauf von  ´Schutzfristen´ ab 2014 rund 1200 Kleingärten Berlin zur Disposition. Der einzige wirksame Schutz besteht darin, Kleingärten als Dauerkleingartenanlagen in rechtswirksamen Bebauungsplänen auszuweisen. Dafür muß der Senat zusammen mit den Stadtbezirken schnellstmöglich ein Programm erarbeiten. Es muß Schluß sein mit der Philosophie, Kleingärten als vorgehaltenes Bauland zu betrachten. Vielmehr haben sie gerade im Innern der Stadt fundamentale Bedeutung als grüne Lungen und Stätten wohnortnaher Erholung.“