Verband Deutscher Grundstücksnutzer

16.09.2015

VDGN begrüßt Stop des Abrisses von Wohnungen in Brandenburg

Sanierung von nur 4000 Wohneinheiten reicht nicht für Entlastung auf dem Wohnungsmarkt

Zur Ankündigung der Brandenburger Landesregierung, den Abriß von Wohnungen beim sogenannten Stadtumbau Ost zu stoppen und 17,5 Millionen Euro zur Sanierung von 4000 Wohnungen für Flüchtlinge bereitzustellen, erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstrücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

„Der Abriß von nutzbarem Wohnraum war schon immer eine gesellschaftliche Schande. Wir begrüßen den Stop des Wohnungsabrisses. Allerdings reicht die Sanierung von 4000 Wohnungen nicht. Insgesamt stehen in Brandenburg 39000 Wohnungen leer, die geeignet sind, Entlastung auch für die Einheimischen auf dem Wohnungsmarkt in Brandenburg, aber auch in Berlin zu schaffen. Eine Schande ist es im übrigen ja auch, wenn Obdachlose im Winter auf den Straßen erfrieren, obwohl es genügend nutzbaren Wohnraum gibt.

Es ist also viel mehr zu tun, als jetzt beschlossen wurde. Dazu gehört endlich auch eine Strukturpolitik, die Arbeitsplätze in die berlinfernen Regionen bringt. Dort Wohnungen für Flüchtlinge zu schaffen, wird allein nicht reichen. Denn die Zugewanderten werden dort vor denselben Problemen stehen, Arbeit zu finden, wie die angestammten Brandenburger.“