Verband Deutscher Grundstücksnutzer

13.07.2012

VDGN-Aktion für siedlungsverträgliche Grundwasserstände

Demonstration in Berlin-Rudow: Politik ist gefordert, Hilfe und Lösungen anzubieten

Den  Auftakt zur VDGN-Aktion „Für siedlungsverträgliche Grund wasserstände“ gab am 26. Juni 2012 eine Demonstartion  im Berliner Stadtteil Rudow statt. Dort sind mehr als 4000 Haushalte von steigendem Grundwasser betroffen. Damit verbunden sind ernstzunehmende Gesundheitsrisiken für die Bewohner und immense Gebäudeschäden. Mit einer Protestresolution forderten die Teilnehmer die Politik auf, endlich zu handeln und siedlungsverträgliche Grundwasserstände als ein Grundrecht in der Berliner Verfassung zu verankern.

VDGN-Präsident Peter Ohm verlangte von den Regierenden, die Betroffenen nicht länger allein zu lassen, sondern sie bei der Sanierung ihrer geschädigten Häuser zu unterstützen.

Seit 20 Jahren werden Probleme rund ums steigende Grundwasser von der Landespolitik sträflich vernachlässigt. Folgen sind vollgelaufene Keller, Schäden an Bauwerken, Schimmelbefall, Krankheiten – nicht nur in Siedlungsgebieten wie Rudow, Kaulsdorf, Karow und Heiligensee, sondern auch mitten in der Stadt, wie beispielsweise im Stadtquartier Warschauer Straße. Das werde nichtlänger hingenommen, bekräftigte Peter Ohm.

Die Koalitionsvereinbarung für siedlungsverträgliche Grundwasserstände müsse sofort umgesetzt werden. Er erneuerte auch die Forderung, eine Berliner Grundwasserkonferenz einzuberufen, bei der gemeinsam um ein besseres Grundwassermanagement und für zeitgemäße Lösungen in der Wasserpolitik gestritten werden müsse.                  

Kerstin Große