Verband Deutscher Grundstücksnutzer

18.11.2008

TVO wichtig für neue Arbeitsplätze

Wirtschaftskreise der Berliner Eastside-Region und VDGN bildeten Expertenteam für die Vollendung der Tangentialen Verbindung Ost

Die Wirtschaftskreise der Berliner Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick haben gemeinsam mit dem Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) ein Expertenteam gebildet, das die Anbindung des Wirtschaftsraums Eastside an die Tangentiale Verbindung Ost (TVO) vorantreiben soll. Ziel ist der zügige Baubeginn für das fehlende sechs Kilometer lange Teilstück zwischen der Straße An der Wuhlheide und der Märkischen Allee. Die TVO als Umgehungsstraße soll die östlichen und südöstlichen Bezirke mit dem Berliner Autobahnring im Norden und dem Adlergestell (B 96a) sowie der A 113 im Süden verbinden. Bisher sind nur der nördliche Abschnitt der TVO von der Bundesstraße 1/5 bis an die Stadtgrenze (Märkische Allee) sowie im Süden die Spindlersfelder Straße mit der neuen Spreebrücke vorhanden.

Beim Standort Eastside handelt es sich um das größte zusammenhängende Gewerbegebiet Berlins. Die Wirtschaftskreise der drei Bezirke, die sich als Interessenvertretungen von Unternehmen und Freiberuflern verstehen, gehen von großen Entwicklungspotentialen aus, die in einer guten Anbindung des Standortes Eastside an den künftigen Großflughafen Schönefeld liegen. Diese Potentiale können nicht erschlossen werden, wenn der Bau des fehlenden Teilstücks unterbleibt und sich der Verkehr vom und zum Großflughafen weiter durch Wohngebiete in Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick quälen muß. Dazu VDGN-Vizepräsident Peter Ohm: „Werden die definitive Planung und der Baubeginn des fehlenden TVO-Stückes weiter verzögert, vertun die Verantwortlichen Chancen für Gewerbeansiedlungen und die weitere Schaffung von Arbeitsplätzen.“

Beim VDGN liegt bereits eine Machbarkeitsstudie für das Bauprojekt vor, dessen Umsetzung die Lebensqualität in den jetzt stark vom Durchgangsverkehr betroffenen Siedlungsgebieten erheblich verbessern würde. Diese Studie gehört zu den Ergebnissen einer Arbeitsgruppe, die seit längerem unter dem Dach des VDGN tätig ist. Ihr gehören Politiker von CDU, Linkspartei und SPD, darunter Parlamentarier des Abgeordnetenhauses und von Bezirksverordnetenversammlungen, sowie Verkehrs- und Bauexperten an