Verband Deutscher Grundstücksnutzer

25.04.2014

Stau, Chaos und Steuerverschwendung

VDGN zu den Plänen, die Berliner Karl-Marx-Allee zurückzubauen

Berlins Staatssekretär für Stadtentwicklung und Umwelt, Christian Gaebler, will die Berliner Karl-Marx-Allee zwischen Alexanderplatz und Strausberger Platz „zurückbauen“ und somit für den Autoverkehr verengen lassen. Dazu erklärt der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

Die Anwohner der Karl-Marx-Allee werden sich bei Christian Gaebler schön bedanken. Das Ergebnis dieser Pläne wird heißen: Rückstau und Verstopfung der Karl-Marx-Allee von morgens bis abends und damit eine größere Luftverschmutzung als heute. Wer immer auch Herrn Gaebler diese Pläne einredet, sie zeugen von kleinstädtischem Denken, das nun auf Berlins großzügigste Magistrale angewendet wird. Es geht aber an der Tatsache des Lebens vorbei, daß nach wie vor viele Menschen in der Innenstadt ein Auto brauchen und viele Menschen die Innenstadt aus den Außenbezirken und dem Umland mit dem Auto aufsuchen müssen. Wer das für den Osten bewährte System der großen Ausfallstraßen, zu denen die Karl-Marx-Allee gehört, verstopfen will, wird Chaos und höhere Belastungen als heute erzeugen. Außerdem verschwendet er enorm viel Steuermittel, die für die Reparatur des Berliner Straßennetzes verwendet werden sollten.