Verband Deutscher Grundstücksnutzer

27.10.2010

Die Bürger nicht verhöhnen!

Brandenburger Staatssekretär Bretschneider sollte seinen Hut nehmen

Nach wie vor werden von großen Teilen der Politik die wachsenden Proteste gegen die neuen Flugrouten vom BBI Schönefeld bagatellisiert, wenn sie als reines Ergebnis von Kommunikationsproblemen in der Vergangenheit dargestellt werden. Wie auch jüngst von Staatssekretär Rainer Bretschneider aus dem Brandenburger Infrastrukturministerium. Das ist allerdings eine sehr einäugige Sicht. Nach Ansicht des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) spielt zunehmend eine Rolle, daß die Politik die Rechte, Interessen und Wünsche der Bürger einfach nicht ernstnimmt.

Eckart Beleites, Vizepräsident des VDGN: „Wenn die Bürger in den betroffenen Überfluggebieten Angst um ihre Lebensqualität durch den Fluglärm haben und Herr Bretschneider das als juristisch nicht relevant bezeichnet, dann ist das genau so ein Fall. Das ist arrogant, das zeigt gleichfalls die menschenverachtende Haltung des Herrn Staatssekretärs.“

Aus solch einer Haltung erkläre sich dann auch die bisherige Untätigkeit der Politik in puncto Lärmschutz und Optimierung der Flugrouten gegenüber der Bevölkerung. Wer nicht an die Menschen denke, so Eckhart Beleites, wie soll der sich für die Menschen einsetzen. Bretschneider ist bereits seit 1999 an der Planung des BBI direkt beteiligt, trägt also maßgeblich auch Verantwortung für die intransparente Kommunikation zu den Abflugrouten. Eckart Beleites: „Jemand, der mit solch einer Haltung gegenüber den Bürgern und dessen Ängsten auftritt, hat in der Politik nichts zu suchen..“