Verband Deutscher Grundstücksnutzer

18.02.2011

Bürger haben ein Recht auf ungestörte Nachtruhe

Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit will Nachtflüge vom BBI

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit forderte im Abgeordnetenhaus, daßs auch zwischen 22 und 0 Uhr sowie zwischen 5 und 6 Uhr Flugzeuge vom BBI Schönefeld starten und landen dürfen. Eckhart Beleites, Vize-Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), stellt dazu fest:

Offensichtlich wird wieder einmal, daß der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit mehr den Profit des Flughafens als die Gesundheit der Berliner und Brandenburger im Kopf hat. Insofern wird immer deutlicher, daß Wowereit über Jahre sehr bewußt die Bürger über die tatsächlichen Flugrouten, die große Teile des Südwesten und Südostens Berlin und Brandenburgs mit Fluglärm belasten, belogen hat, um die Proteste abzuwürgen. Wenn der Flughafen seinen Betrieb aufnimmt, wird jede Minute eine Maschine starten oder landen. Der zu erwartende Lärm ist immens und für Anrainer gesundheitsschädlich. Da ist es nur gerecht, wenn zum Ausgleich die Umlandgemeinden wenigstens in der Nacht zur Ruhe kommen. Und das die ganz Nacht. Der VDGN fordert ein striktes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr. Darauf haben die Menschen ein Recht.

Bemerkenswert ist auch der Zeitpunkt von Wowereits Forderung. Als auch der Südwesten noch von Fluglärm bedroht war, mischte sich Wowereit dort heuchlerisch unter die Demonstranten, die gegen Fluglärm protestierten. Doch kaum sparen neue Flugroutenvorschläge Lichtenrade, Lichterfelde und Mariendorf aus, da sind ihm die Renditewünsche des Flughafens wichtiger als die Sorgen der Menschen. Ganz nach dem Motto, was juckt mich mein Geschwätz von gestern. Es zeigt nur deutlich, daß ihm die Sorgen der Menschen im Südosten offensichtlich egal sind. Doch denen sollten dann auch zur Abgeordnetenhauswahl die Wünsche Wowereits nach Wiederwahl egal sein.