Verband Deutscher Grundstücksnutzer

16.11.2010

Berlin: Horror-Pläne zum Straßenrückbau

Und dafür sollen Anlieger dann auch noch zahlen. VDGN kritisiert Entwurf zum Berliner Verkehrsentwicklungsplan

Berlins Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer plant den Rückbau von Straßen in Berlin, um den Autoverkehr weiter zurückzudrängen. Dabei sollen wichtige Straßenverbindungen auf eine Fahrbahn je Fahrtrichtung reduziert werden. Dazu erklärt Peter Ohm, Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN):

Die Pläne der Senatorin sind ein Horror für die Stadt. Sie sind unsozial, wirtschafts- und arbeitnehmerfeindlich.

Eine Millionenmetropole wie Berlin braucht unbedingt leistungsfähige Straßenverbindungen. Gewerbebetriebe sind darauf angewiesen wie auf die Luft zum Atmen, ebenso ungezählte Pendler, die täglich nicht anders können, als für den Weg zur Arbeit das Auto zu nehmen. Geht es nach Frau Junge-Reyer, werden diese Verbindungen mehr und mehr blockiert und Berlin zur Hauptstadt des Staus. Das fügt der Wirtschaft vernichtende Schläge zu und ist eine Unverfrorenheit gegenüber Menschen, die ihr Brot sauer verdienen müssen.

Zu allem Überfluß müssen diesen Ausfluß ideologisch vernagelter Weltfremdheit dann noch die Eigentümer der Anliegergrundstücke auf der Basis des Straßenausbaubeitragsgesetzes bezahlen. Das wird massenhaft zu nicht akzeptablen Belastungen für Eigenheimer wie auch die Wohnungsbaugesellschaften führen. Gleichzeitig sollen alle diese Gebäudeeigentümer zu aufwendigen Maßnahmen der energetischen Sanierung ihrer Gebäude bzw. zum Einsatz erneuerbarer Energien gezwungen werden. Woher das Geld für all das kommen soll, steht in den Sternen. Findet der Senat es sexy, Berlins Gebäudeeigentümer arm zu machen?