Verband Deutscher Grundstücksnutzer

10.05.2011

BBI als Drehkreuz grundsätzlich nicht geeignet

Lufthansa verzichtet auf internationales Drehkreuz in Schönefeld

Die Lufthansa, die größte Fluggesellschaft in Deutschland, wird für ihre Airline kein internationales Drehkreuz für Umsteigeflüge am BBI Schönefeld errichten. Peter Ohm, Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), stellt dazu fest:

Wir begrüßen die Entscheidung der Lufthansa, für ihre Airline kein Drehkreuz in Schönefeld einzurichten. Denn sie widerspiegelt die realistische Sicht, daß der neue Airport am Stadtrand von Berlin nicht die Voraussetzungen für eine solche Dimension bietet. Die Stadtnähe des Flughafens war politisch gewollt. Dabei wurden die Rechte der Anwohner auf Schutz vor teilweise gesundheitlich schädlichem Fluglärm einfach überrollt. Die massiven Proteste der Bürger sind nur ein Vorgeschmack dessen, was die zukünftige Verlärmung von großflächigen Wohngebieten auch im Berliner Stadtgebiet an Konfliktpotential noch über die geplante Eröffnung des Großflughafens im Juni 2012 dauerhaft bereithält. Das aber hätte die Politik schon bei der Standortfrage bedenken müssen.

Der VDGN bleibt bei seinem Standpunkt, daß Schönefeld als großes internationales Luftfahrt-Drehkreuz nicht geeignet ist. Insofern ist das störrische Festhalten an Nachtflügen unsinnig. Der VDGN fordert, wie die Bürgerinitiativen, ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr. Der Flughafen-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Wowereit sollte den Verzicht der Lufthansa zum Anlaß nehmen und sich von seinen Phantastereien eines BBI-Drehkreuzes verabschieden. Sollte er aber als Regierender Bürgermeister weiterhin die Rechte der Bürger ignorieren, so könnte er mit seinen Wiederwahl-Träumen zur Wahl in nur vier Monaten eine glatte Bruchlandung hinlegen.