Verband Deutscher Grundstücksnutzer

11.07.2014

Baubeginn für TVO 2018 – wirklich das letzte Wort?

Berlin: VDGN fordert Anfang der Bauarbeiten im Jahr 2016. Bezirk Treptow-Köpenick beharrt bei der Trassenführung auf Kompromißvariante

Soll der Bau des fehlenden Teilstücks der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) im Südosten Berlins tatsächlich erst im Jahr 2018 statt 2016 beginnen, wie Staatssekretär Christian Gaebler kürzlich in der Antwort auf eine Kleine Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus behauptete?

Dazu der Präsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm: „Gespräche in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt vermitteln mir den Eindruck, daß dies nicht das letzte Wort sein muß. Sollte aber doch ein Baubeginn erst im Jahre 2018 ins Auge gefaßt werden, fordert das unseren scharfen Protest heraus. Es würde auch die Frage aufwerfen, ob die Landesregierung tatsächlich hinter dem Verkehrsprojekt steht. Zehntausende Menschen erwarten dringlich den Bau des TVO-Teilstücks, das Entlastung vom überhandnehmenden Verkehr in den Siedlungsgebieten im Südosten Berlins bringen wird. Wir fordern ganz klar den Baubeginn 2016 und eine Streckenführung der TVO, wie sie in der sogenannten Kompromißvariante von den Stadtbezirken Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick favorisiert wird. Herr Gaebler hingegen beharrt bisher auf der sogenannten Ostvariante, die auf der Biesdorfer Seite des Bahndamms zwischen Biesdorf und Karlshorst laufen soll und der einige Wohnhäuser zum Opfer fallen würden.

Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, daß der Bezirk Treptow-Köpenick die Kompromißvariante weiter öffentlich favorisiert. Die neueste offizielle Broschüre des Bezirksamts Treptow-Köpenick enthält  eine Bezirkskarte, die den Trassenverlauf des fehlenden TVO Teilstücks in der sogenannten Kompromißvariante zeigt. Das ist die TVO, wie die Bürger und der VDGN sie wollen.“